Streaming-Angebot Disney plus startet im März 2020 auch in Deutschland

07.02.2020 •

Ab dem 24. März wird das neue Streaming-Angebot Disney plus auch in Deutschland verfügbar sein. Die Walt Disney Corporation teilte am 21. Januar mit, dass der ursprünglich für den 31. März geplante Start um eine Woche vorgezogen werde. Disney plus werde ab dem 24. März außerdem in Großbritannien, Irland, Frankreich, Spanien, Italien, Österreich und der Schweiz angeboten. In weiteren westeuropäischen Ländern, darunter Belgien, Portugal und die skandinavischen Länder, soll die Streaming-Plattform dann im Sommer an den Start gehen. Der US-Medienkonzern Disney hatte am 12. November 2019 sein neues Streaming-Angebot in den Vereinigten Staaten, Kanada und den Niederlanden in Betrieb genommen (vgl. hierzu diese MK-Meldung). Eine Woche später war der Start in Australien und Neuseeland erfolgt.

Bestätigt hat Disney nun die Abo-Preise für den deutschen bzw. europäischen Markt. Demnach bleibt es dabei, dass Disney plus monatlich 6,99 Euro kostet. Ein Jahresabo wird mit 69,99 Euro zu Buche schlagen, so dass in diesem Fall die monatlichen Kosten rund 5,80 Euro betragen werden. Der Preis für Disney plus liegt niedriger als bei den Konkurrenten, die hierzulande schon länger präsent sind. So kostet die Nutzung etwa des Streaming-Anbieters Netflix, der seit 2014 in Deutschland verfügbar ist, in der günstigen Variante 7,99 Euro pro Monat. Für Amazon Prime Video werden ebenfalls 7,99 Euro monatlich fällig (Jahrespreis über Amazon Prime: 69,99 Euro). Disney plus wird hingegen teurer sein als die Streaming-Plattform Apple TV plus, die am 4. November 2019 an den Start ging und 4,99 Euro pro Monat kostet. Apple TV plus hat allerdings eine wesentlich kleinere Angebotspalette von Filmen und Serien.

Abo-Preis 6,99 Euro monatlich

Über Disney plus werden künftig dann auch in Deutschland die Produktionen von Disney und außerdem die weiterer zum Konzern gehörenden Produktionsunternehmen wie Lucasfilm („Star Wars“), Pixar („Toy Story“) und Marvel Entertainment („Spider Man“, „X-Men“) abrufbar sein. Hinzu kommen die Inhalte, die unter der Marke „National Geographic“ entstehen, vor allem Dokumentationen. National Geographic gehört seit 2019 zu 73 Prozent zur Walt Disney Corporation. Der Disney-Konzern will über seine Streaming-Plattform des Weiteren Produktionen anbieten (Spielfilme, Dokumentationen, Serien, Kurzfilme), die ausschließlich dort abrufbar sind.

Zu sehen sein werden zum Start von Disney plus in Deutschland beispielsweise der „Star-Wars“-Serienableger „The Mandalorian“, die Serie „High School Musical: The Musical“, die Dokumentationsreihe „The World According to Jeff Goldblum“, die sechsteilige Disney-Park-Dokumentation „Die Imagineering Story“ und eine Neuverfilmung des aus dem Jahr 1955 stammenden Animationsklassikers „Susi und Strolch“. Im Herbst 2019 hatte Disney erklärt, dass zum großflächigen Start von Disney plus in Westeuropa im Frühjahr 2020 rund 500 Filme und 7500 Serienepisoden verfügbar sein werden, darunter auch alle 30 Staffeln der Zeichentrickserie „The Simpsons“.

Disney plus wird über Mobilgeräte, internetfähige Fernseher und auch Spielkonsolen abrufbar sein. Über ein Abonnement lässt sich das Angebot dann auf bis zu vier Endgeräten gleichzeitig nutzen. Außerdem sind Disney zufolge „zeitlich unbegrenzte Downloads der Inhalte auf bis zu zehn Endgeräten“ möglich. Darüber hinaus könnten Eltern, eigene Kinder-Profile anlegen, über die dann „kindgerechte Inhalte“ abrufbar seien.

Personalie Eun-Kyung Park

Für den Aufbau von Disney plus in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist seit Anfang Januar Eun-Kyung Park zuständig. Die 41-Jährige arbeitet nun in Münchner Disney-Niederlassung als General Manager Media für Deutschland, Österreich und die Schweiz. In diesen Ländern verantwortet sie die Fernsehsender von Disney, die Bereiche ‘Ad Sales’ und ‘Media Distribution’ und Disney plus. Eun-Kyung Park berichtet an Roger Crotti, den Country Manager von Disney für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Der 54-jährige Crotti ist auch Geschäftsführer des in München angesiedelten Unternehmens The Walt Disney Company (Germany) GmbH.

Eun-Kyung Park arbeitete ab dem Jahr 2009 für die Pro-Sieben-Sat-1-Gruppe und davor für den Bertelsmann-Konzern. Bei Pro Sieben Sat 1 hatte Park verschiedene leitende Positionen inne, unter anderem verantwortete sie bei der Tochterfirma Pro Sieben Sat 1 Digital als Geschäftsführerin die Bereiche Online, Mobile und HbbTV. Im Jahr 2012 wurde sie Chefin des Senders Sixx und ‘Vice President TV 3.0’ bei der Pro Sieben Sat 1 TV Deutschland GmbH. Später wurde Park Geschäftsführerin Sales beim Vermarktungsunternehmen Seven One Ad Factory. Zuletzt war sie ab 2018 bei Pro Sieben Sat 1 als Chief Digital Officer Entertainment für die digitalen Unterhaltungsangebote des Konzerns zuständig.

07.02.2020 – vn/MK