Norddeutscher Rundfunk nun mit einheitlicher Nachrichtenmarke NDR Info

27.11.2019 •

Beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) werden seit dem 4. November die Nachrichtenangebote im Fernsehen, Radio und Internet unter dem einheitlichen Namen NDR Info verbreitet. Im Dritten Programm NDR Fernsehen wurden die Nachrichtenformate nun entsprechend umbenannt; zuvor waren die Sendungen unter dem Titel „NDR Aktuell“ ausgestrahlt worden. Im Radiobereich gibt es bereits seit dem Jahr 2002 das Programm NDR Info (damals wurde der Vorläufersender NDR 4 in ein Informationsprogramm umgebaut). Ebenfalls am 4. November hat der Norddeutsche Rundfunk mit der „NDR Info App“ ein neues Angebot für Internetnutzer gestartet. Die App soll rund um die Uhr „mit Videos und Audios einen schnellen, kompakten Überblick über die aktuelle Nachrichtenlage“ bieten.

NDR-Fernsehchefredakteur Andreas Cichowicz verwies laut einer Sendermitteilung darauf, dass die Information im Programm des NDR jetzt „noch leichter auffindbar“ sei. Hinzu komme, dass die Nachrichtensendungen in einem „neuen Look“ produziert und „mit noch mehr thematischer Vielfalt“ aufwarten würden. Nach Einschätzung von Cichowicz macht der NDR durch die Neuerungen „seine Nachrichten fit für die digitale Zukunft“. NDR-Hörfunkchefredakteurin Claudia Spiewak geht es bei der Einführung der neuen crossmedialen Marke auch um eine „noch engere Zusammenarbeit“ und damit „die Bündelung von Kräften“.

Crossmediale Ausrichtung

Im NDR Fernsehen gibt es, nun unter dem Namen „NDR Info“, weiterhin von montags bis freitags drei tägliche Nachrichtensendungen. Dabei handelt es sich um zwei Nachmittagsausgaben, eine um 14.00 Uhr (15 Minuten lang) und eine weitere um 16.00 Uhr (20 Minuten). Beide Sendungen werden redaktionell am NDR-Standort in Hamburg-Lokstedt verantwortet und aus einem neu gestalteten Studio gesendet. Die dritte „NDR-Info“-Ausgabe, die von 21.45 bis 22.00 Uhr zu sehen ist, wird im NDR-Landesfunkhaus Niedersachsen in Hannover produziert, ebenfalls im neuen Studio-Design. Hinzu kommen noch mehrere Kurzausgaben von „NDR Info“ (Länge: 100 Sekunden). Die abendliche TV-Nachrichtensendung war im Juni 2011 eingeführt worden. Zuvor hatte es im NDR Fernsehen nach 20.15 Uhr – im Gegensatz zu den Dritten Programmen der anderen ARD-Landesrundfunkanstalten – keine regelmäßige Nachrichtensendung gegeben (vgl. FK-Heft Nr. 21/11).

Beim Radioprogramm NDR Info gibt es jetzt weiterhin Nachrichten im Viertelstundentakt, ergänzt um Reportagen, Hintergrundberichte und Interviews zu Themen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Seit dem 4. November hat NDR Info eine neue Erkennungsmelodie, die seither ebenfalls bei den NDR-Info-Angeboten im Fernsehen und im Netz zu hören ist. Über die neue NDR-Info-App können die Nutzer auch Podcasts des NDR wie das Angebot „Die Nachrichtenlage am Morgen“ abrufen oder über eine Messenger-Funktion Kontakt mit der Redaktion aufnehmen.

Der NDR-Rundfunkrat begrüßte die Einführung der einheitlichen Nachrichtenmarke. NDR Info stehe „für die konsequente crossmediale Ausrichtung der Nachrichtenangebote, die immer und überall genutzt werden können“, erklärte die Rundfunkratsvorsitzende Cornelia Nenz. Über die NDR-Info-Angebote erfülle der Norddeutsche Rundfunk „seinen Informationsauftrag auch im medialen Wandel“. Der NDR, die Vier-Länder-Anstalt für Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, ist nun eine weitere ARD-Anstalt, die eine einheitliche Nachrichtenmarke etabliert. Bereits im Jahr 2016 hatten der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB), der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) und der Südwestrundfunk (SWR) einheitliche Nachrichtenmarken eingeführt. Sie heißen bei den drei Sendeanstalten RBB 24, MDR aktuell und SWR aktuell (vgl. hierzu auch diese MK-Meldung).

27.11.2019 – vn/MK

Print-Ausgabe 24/2019

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