Neuer Name: Der VPRT benennt sich im Mai 2018 in Vaunet um

12.02.2018 •

12.02.2018 • Der Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) benennt sich im Frühjahr um: Künftig heißt die in Berlin ansässige Interessenorganisation „Vaunet – Verband Privater Medien“. Die Umbenennung beschloss die VPRT-Mitgliederversammlung in ihrer Sitzung am 30. Januar in Berlin einstimmig, wie der Verband mitteilte. „Vaunet“ leite sich aus den Anfangsbuchstaben von „Video“ und „Audio“ sowie dem Begriff „Network“ ab, hieß es weiter. Die Bereiche Video und Audio sollen künftig die Eckpfeiler des Verbandes bilden. Die offizielle Umbenennung erfolge am 21. Mai, dem UNESCO-Welttag der kulturellen Vielfalt für Dialog und Entwicklung (der seit dem Jahr 2002 begangen wird).

Im VPRT sind heute rund 150 private Rundfunkveranstalter und kommerzielle Online-Anbieter zusammengeschlossen. Gegründet wurde die Interessenvertretung am 1. Oktober 1990 in Bonn unter dem Namen „Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation“, kurz: VPRT. Der VPRT entstand damals durch den Zusammenschluss der Organisationen „Bundesverband Privater Rundfunk und Telekommunikation“ (BPRT) und „Bundesverband Kabel und Satellit“ (BKS), denen zusammen 30 Mitgliedsunternehmen angehörten. Der Name der Interessenorganisation, die zum 1. August 2002 ihren Sitz nach Berlin verlagert hatte, wurde dann Mitte Oktober 2006 erstmals geändert, und zwar in „Verband Privater Rundfunk und Telemedien“. Die Abkürzung VPRT blieb somit erhalten.

Zu komplizierte alte Abkürzung

Anlässlich des bevorstehenden Namenswechsels zu Vaunet betonte der Verband, künftig „noch stärker auch die wirtschaftliche, gesellschaftspolitische und kulturelle Bedeutung der privaten audiovisuellen Medien vermitteln und sich als die führende Instanz bei der Vertretung der Interessen ihrer Anbieter positionieren“ zu wollen. Hans Demmel, seit September 2016 Vorstandsvorsitzender des VPRT, sagte, die derzeitige Abkürzung des Verbandes sei zu kompliziert, um sie sich leicht merken zu können, gerade für Personen, die nicht tief mit der Materie vertraut seien. Hinzu komme, dass man den Begriff „Telemedien“ im Verbandsnamen regelmäßig habe erklären müssen hinsichtlich dessen, was damit genau gemeint sei. Der Umbenennung des Verbandes sei, so Demmel, „ein zweieinhalbjähriger Findungs-, Struktur- und Positionierungsprozess“ vorausgegangen sei, den die Kölner Agentur B+D Communications „begleitet hat“.

Demmel, der auch Geschäftsführer des zur RTL-Gruppe gehörenden Nachrichtenkanals n-tv ist, erklärte, man wolle „zukünftig als Wirtschaftsverband noch mehr Akzeptanz für die politischen und wirtschaftlichen Anliegen der audiovisuellen Medien schaffen“. Ziel sei es, „die große wirtschaftliche, gesellschaftspolitische und kulturelle Bedeutung dieser Branche“ im digitalen Zeitalter stärker ins Bewusstsein zu rücken. Es gehe außerdem darum, durch Vernetzung und Bildung von Allianzen die gesteckten Ziele zu erreichen. Harald Flemming, seit Juli 2017 Geschäftsführer des VPRT, erklärte: „Vaunet steht für die logische Weiterentwicklung des VPRT im Zeichen der Konvergenz. Die audiovisuelle Inhalteindustrie ist heute weit mehr als nur der klassische Rundfunk – auch wenn wir hier unsere Wurzeln haben und dieses Bewusstsein weiterhin im Markenkern von Vaunet verankert sein wird.“

12.02.2018 – vn/MK

Print-Ausgabe 21/2020

Inhalt

Abonnement

Jetzt abonnieren
` `