Medienkompetenzförderung: Online-Angebot „Digitalcheck NRW“ gestartet

30.03.2020 •

In Nordrhein-Westfalen können Bürger nun über das Internet-Portal „Digitalcheck NRW“ ihre eigene Medienkompetenz überprüfen und auch nach Weiterbildungsangeboten suchen. Am 27. Februar schaltete NRW-Staatskanzleichef Nathanael Liminski (CDU), der zugleich operativ für die nordrhein-westfälische Medienpolitik zuständig ist, das neue Online-Angebot des Landes frei. „Wir wollen, dass alle Bürgerinnen und Bürger sicher mit digitalem Wandel umgehen und die Chancen der Digitalisierung nutzen können. Dafür braucht es individuelle Medienkompetenz, die passgenau auf eigene Bedürfnisse und Fähigkeiten eingeht“, erklärte Liminski laut einer Pressemitteilung der NRW-Staatskanzlei.

Im September 2019 hatte Liminski im Kultur- und Medienausschusses des nordrhein-westfälischen Landtags angekündigt, das Portal „Digitalcheck NRW“ zu starten. Mit diesem Angebot, so der Staatskanzleichef damals, sollten gerade auch Erwachsene angesprochen werden, für die die fortschreitende Digitalisierung in den einzelnen Gesellschaftsbereichen „viele Fragen und Sorgen, aber auch Chancen mit sich bringe“. Es gelte, in Sachen Medienkompetenz den Elfenbeinturm zu verlassen und innovative Konzepte zu entwickeln, die möglichst viele Menschen erreichten, erklärte Liminski.

Angebote für Weiterbildung

Über das neue Portal, dessen Inhalte über digitalcheck.nrw abrufbar sind, kann jetzt jeder Nutzer kostenfrei testen, wie kompetent er im Umgang mit digitalen Medien ist und wo sich eventuell Kenntnisse noch ausbauen ließen. Vorgesehen sind sechs Bereiche, in denen man sein Wissen überprüfen kann, wobei aktuell nur in zwei Bereichen entsprechende Fragen bereits verfügbar sind („Informieren & Recherchieren“ und „Analysieren & Reflektieren“). Über das Portal lassen sich zudem Weiterbildungsmöglichkeiten in ganz Nordrhein-Westfalen anzeigen, beispielsweise zu Programmierkursen, Datenschutzberatungen oder Schulungen für Eltern zum Umgang ihrer Kinder mit digitalen Medien.

Mehr als 500 Kurse zur Medienkompetenzförderung waren zum Start des Portals in der Datenbank gelistet, so zum Beispiel Kurse von Volkshochschulen. Das Angebot soll laufend erweitert und aktualisiert werden. Anbieter von Weiterbildungsangeboten können nach einer Registrierung ihre Kurse selbst in die Datenbank eintragen. Entwickelt und umgesetzt wird das Portal „Digitalcheck NRW“ von der in Bielefeld ansässigen Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) im Auftrag der nordrhein-westfälischen Landesregierung. Die 1984 gegründete GMK versteht sich als bundesweiter Fachverband, der sich für die Förderung von Medienpädagogik und Medienkompetenz einsetzt.

Im Jahr 2019 hatte die NRW-Landesregierung von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) ihre „Strategie für das digitale Nordrhein-Westfalen“ verabschiedet. Darin hat sie unter anderem als Ziel ausgegeben, man wolle bis Ende 2020 „Medienkompetenz in die Fläche bringen und mit passgenauen, analogen, digitalen und mobilen Angeboten alle erreichen“. Mit dem neuen Digitalcheck sieht Staatskanzleichef Liminski nun Nordrhein-Westfalen als „Vorreiter in ganz Deutschland“. Über das Portal würden „Angebot und Nachfrage auf einer Plattform“ zusammengebracht. Dadurch werde die Medienkompetenzförderung signifikant verbessert, meinte Liminski.

30.03.2020

Print-Ausgabe 10/2020

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