Land NRW erhöht 2018 Förderung für Film- und Medienstiftung NRW um 2,5 Mio Euro

31.01.2018 • Die Film- und Medienstiftung NRW hat in diesem Jahr für die Förderung von Film- und Fernsehproduktionen sowie Internet- und Games-Projekten 2 Mio Euro mehr zur Verfügung als im Jahr 2017. Um diesen Betrag hat das Land Nordrhein-Westfalen seinen an die Filmstiftung gehenden Förderzuschuss nun aufgestockt, der sich damit im Jahr 2018 auf insgesamt 11,6 Mio Euro beläuft. Außerdem erhält die Filmstiftung in diesem Jahr zur Finanzierung ihres Geschäftsbetriebs (Gehälter, Miete etc.) vom Land insgesamt 2,85 Mio Euro – und damit 500.000 Euro mehr als im Vorjahr.

Am 17. Januar hat der nordrhein-westfälische Landtag in dritter und letzter Lesung den Landeshaushalt für das Jahr 2018 beschlossen, in dem unter anderem die Anhebung der finanziellen Unterstützung für die Filmstiftung um 2,5 Mio Euro enthalten ist. Für die Annahme des NRW-Haushalts, der Ausgaben in Höhe von insgesamt 74,5 Mrd Euro vorsieht und erstmals seit 1973 ohne die Aufnahme neuer Schulden auskommt, votierten die beiden Regierungsfraktionen von CDU und FDP. Die Opposition im Landtag stimmte dagegen.

Aufschließen zu Bayern und Berlin

Ursprünglich hatte die seit Ende Juni 2017 amtierende CDU/FDP-Landesregierung vorgehabt, nur den Zuschuss für Fördermaßnahmen der in Düsseldorf ansässigen Filmstiftung im Jahr 2018 anzuheben, und zwar um eine Million Euro. Entsprechend hatte sich NRW-Staatskanzleichef Nathanael Liminski (CDU) im November 2017 geäußert, als er den Regierungsentwurf für den Haushalt 2018 in Bezug auf den Medienbereich vorstellte (vgl. MK-Meldung). Nachdem dann der Landtag seine Beratungen über den Haushaltsentwurf aufgenommen hatte, beschlossen die Regierungsfraktionen von CDU und FDP Mitte Dezember 2017, den Förderzuschuss des Landes an die Filmstiftung für 2018 um eine weitere Million aufzustocken. Diesem Antrag von CDU und FDP stimmten damals im Haushalts- und Finanzausschuss des Landtags auch die Oppositionsfraktionen von SPD und Grünen zu (die AfD lehnte den Antrag ab).

Mit dieser vom Parlament zusätzlich bewilligten Million soll die Filmstiftung, wie es CDU und FDP in ihrem Antrag vom Dezember 2017 erläuterten, vor allem die Produktion von Serien fördern. Im Antrag der beiden Regierungsfraktionen heißt es dazu: „Gerade im Bereich von neuen TV-Formaten – insbesondere hochwertigen TV-Serien – soll das Förderportfolio der Film- und Medienstiftung NRW eine deutliche Stärkung erhalten. Für diesen Bereich haben die großen Medienstandorte Bayern und Berlin in den vergangenen zwei Jahren sehr viel mehr Fördermittel bereitgestellt.“

Staatskanzleichef Liminski, der in der Landesregierung operativ für die NRW-Medienpolitik zuständig ist, hatte im November 2017 die Aufstockung des Förderzuschusses um zunächst eine Million Euro ebenfalls damit begründet, dass Nordrhein-Westfalen in Sachen Filmförderung zu den Ländern Bayern und Berlin „wieder stärker aufschließen“ wolle. Diese Zusatzfördersumme von einer Million Euro sei, so erklärte es Liminski damals, je zur Hälfte vorgesehen für die Film- und Fernsehförderung sowie für „die Entwicklung von Konzepten und Prototypen für innovative und interaktive Inhalte, insbesondere Games, Web und Mobile sowie multimediale Projekte“.

Medienetat steigt auf 25,5 Mio Euro

Darauf, auch den Betrag des Landes zur Finanzierung des Geschäftsbetriebs bei der Filmstiftung zu erhöhen, einigten sich CDU und FDP erst kurz vor dem Ende der Parlamentsberatungen über den NRW-Haushalt 2018. Die beiden Regierungsfraktionen legten am 12. Januar den entsprechenden Antrag zur Sitzung des Haushalts- und Finanzausschusses vor. Neben der CDU und der FDP unterstützten diesen Antrag erneut SPD und Grüne. Die Haushaltsberatungen im Parlament haben letztlich dazu geführt, dass die Filmstiftung im Jahr 2018 vom Land 1,5 Mio Euro mehr erhält, als es die Regierung ursprünglich in ihrem Haushaltsentwurf vorgesehen hatte.

Aus dem NRW-Landeshaushalt erhält die Filmstiftung in diesem Jahr nun insgesamt 14,45 Mio Euro. Das sei die höchste Landesförderung seit Gründung der Filmstiftung im Jahr 1991, teilte die nordrhein-westfälische Staatskanzlei am 18. Januar mit. Durch die vom Landtag in Düsseldorf beschlossene zusätzliche Anhebung des Landeszuschusses an die Filmstiftung um 1,5 Mio Euro erhöht sich der NRW-Medienetat 2018 auf insgesamt knapp 25,5 Mio Euro (en détail sind es 25,46 Mio). Unterstützt werden mit diesem Geld beispielsweise auch die Internationale Filmschule Köln (IFS), das in Marl ansässige Grimme-Institut, das Mediennetzwerk NRW und das Filmfestival Cologne.

31.01.2018 – vn/MK