Ulla Fiebig // Sprecherin des
Bundesfamilienministeriums

23.10.2018 • Ulla Fiebig, 44, zuvor Fernsehkorrespondentin im ARD-Hauptstadtstudio in Berlin, ist seit dem 15. Oktober neue Sprecherin des Bundesfamilienministeriums und damit von Ministerin Franziska Giffey (SPD). Fiebig hat nun zugleich die Leitung der Pressestelle des Ministeriums übernommen. Ihre Vorgängerin in den beiden Positionen, Verena Herb, war zum 1. September Leiterin der Hamburger Landesvertretung in Berlin geworden.

Fiebig war vom Südwestrundfunk (SWR) als Fernsehkorrespondentin in das ARD-Hauptstadtstudio entsandt worden, in dem sie ab Juni 2016 unter anderem über Themen aus dem Bereichen Justiz und Verbraucherschutz berichtete. Der SWR erklärte auf MK-Nachfrage, dass Fiebig ein einjähriges Rückkehrrecht zum Sender habe. Sie habe „eine befristete unbezahlte Arbeitsbefreiung“ für den Zeitraum von 15. Oktober 2018 bis zum 15. Oktober 2019 erhalten. „Wenn Frau Fiebig zum SWR zurückkehren möchte, muss sie dies bis zum 14. Juli 2019 schriftlich erklären“, teilte der SWR weiter mit.

Ulla Fiebig, geboren 1974, war ab 1992 Volontärin und anschließend freie Mitarbeiterin der Tageszeitung „Heilbronner Stimme“ und des vom Verlag des Regionalblatts betriebenen Senders Radio Regional, der später in Radio Ton umbenannt wurde. Ab 1995 studierte sie in Heidelberg Rechtswissenschaften. Ihr Studium schloss sie 2001 mit dem ersten Juristischen Staatsexamen ab. Parallel zu ihrem Studium arbeitete sie weiterhin journalistisch, und zwar für Radio Ton (bis 1997), dann für Hitradio FFH (bis 1999) und schließlich für den Südwestrundfunk, bei dem sie im Jahr 1999 Redakteurin wurde.

Beim SWR war Ulla Fiebig an dessen Standort in Mainz tätig, zunächst als Redakteurin und Reporterin für die Regionalnachrichten „Rheinland-Pfalz aktuell“ (heute „SWR Landesschau aktuell Rheinland-Pfalz“), ausgestrahlt im Dritten Programm SWR Fernsehen. Im Jahr 2007 wechselte sie in die in Mainz ansässige SWR-Fernsehredaktion ARD-aktuell und lieferte als Reporterin Beiträge für die ARD-Nachrichtensendungen „Tagesschau“, „Tagesthemen“ und „Nachtmagazin“ zu. Vom 1. Januar 2009 bis zum 31. Dezember 2010 war Fiebig stellvertretende ARD-Sprecherin. In diesen beiden Jahren hatte der SWR mit Intendant Peter Boudgoust an der Spitze den ARD-Vorsitz inne.

Nach ihrer Tätigkeit als ARD-Sprecherin entsandte der SWR Ulla Fiebig als Fernsehkorrespondentin ins ARD-Hauptstadtstudio. Anfang Dezember 2013 wurde die Juristin beim SWR Leiterin der in Stuttgart ansässigen Abteilung ‘Strategische Unternehmensentwicklung’. Im Juni 2016 kehrte Fiebig dann als Fernsehkorrespondentin ins ARD-Hauptstadtstudio zurück, bevor sie nun als Pressesprecherin ins Bundesfamilienministerium wechselte.

23.10.2018 – MK

Print-Ausgabe 23/2018

Inhalt

Abonnement

Jetzt abonnieren