Tina Hassel, Markus Preiß // ARD‑Hauptstadtstudio

07.12.2021 •

Tina Hassel, 57, bleibt bis 31. Mai 2024 Leiterin und Fernsehchefredakteurin des ARD-Hauptstadtstudios in Berlin. Beide Positionen hat sie seit Juli 2015 inne; im Jahr 2019 war ihr Vertrag um zwei Jahre bis Ende Mai 2022 verlängert worden. Am 1. Juni 2024 übernimmt dann Markus Preiß die Leitung des ARD-Hauptstadtstudios und den dortigen Posten als Fernsehchefredakteur. Preiß, 43, wurde für einen Zeitraum von fünf Jahren berufen, so dass sein Vertrag dann vom 1. Juni 2024 bis zum 31. Mai 2029 läuft. Seit 2016 leitet Preiß das ARD-Fernsehstudio Brüssel, für das innerhalb des Senderverbunds der Westdeutsche Rundfunk (WDR) zuständig ist. Die Vertragsverlängerung von Hassel und die Neuberufung von Preiß beschlossen die ARD-Intendanten im Rahmen ihrer Sitzung am 24. November.

Den beiden Personalentscheidungen muss noch der Verwaltungsrat des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB) zustimmen, dem das ARD-Hauptstadtstudio zugeordnet ist. Das ist aber nur noch Formsache. Sowohl Tina Hassel als auch Markus Preiß kommen vom WDR, der für die Besetzung der Leitungsposition beim ARD-Hauptstadtstudio das Vorschlagsrecht innerhalb des Senderverbunds hat. Dass Hassel im Jahr 2024 ihre Leitungsfunktionen im ARD-Hauptstadtstudio abgibt, hängt damit zusammen, dass sie dann die maximal mögliche Amtsdauer, bis zu der sie beide Positionen innehaben kann, erreicht hat. Laut der ARD-Verwaltungsvereinbarung über das Hauptstadtstudio wird die Person, die es leitet, für fünf Jahre berufen. Der Vertrag kann dann zweimal für jeweils zwei Jahre verlängert werden.

Welche Position Tina Hassel im Jahr 2024 übernimmt, bleibt abzuwarten. Es wird jedenfalls fest damit gerechnet, dass sich Hassel um das WDR-Intendantenamt bewerben wird, wenn dieser Posten neu besetzt werden muss. Ende Juni 2025 läuft Tom Buhrows zweite sechsjährige Amtszeit als WDR-Intendant aus und Buhrow wird im Alter von dann 66 Jahren in den Ruhestand treten. Üblicherweise findet im öffentlich-rechtlichen Rundfunk eine Intendantenwahl bei einer Neubesetzung der Position rund ein Jahr vor dem Ausscheiden des Amtsinhabers statt. Somit dürfte die WDR-Intendantenwahl im Lauf des Jahres 2024 angesetzt werden; möglicherweise findet die Intendantenwahl auch früher statt, sofern der heute 63-jährige Buhrow erklären sollte, vorzeitig den WDR-Chefposten abzugeben, wofür es bisher aber keine Anzeichen gibt.

Tina Hassel, geb. am 11.5.1964 in Köln, volontierte nach ihrem Studium (Geschichte, Germanistik, Politikwissenschaft in Köln und Bordeaux) beim WDR. Dort war sie ab September 1992 zunächst als Redakteurin in der TV-Redaktionsgruppe ‘Wirtschafts- und Sozialpolitik’ tätig. Von August 1994 bis Dezember 1999 war sie Korrespondentin im ARD-Fernsehstudio Paris, anschließend arbeitete sie bis Ende 2001 in gleicher Funktion im ARD-Fernsehstudio Brüssel (auch für das Studio in Paris ist der WDR zuständig).

Im Januar 2002 wurde Hassel beim Westdeutschen Rundfunk dann Chefin der Programmgruppe ’Europa und Ausland’. Von 2002 bis 2012 moderierte sie auch die vom WDR produzierten Ausgaben des ARD-Auslandsmagazins „Weltspiegel“. Anfang Juli 2012 übernahm sie die Leitung des ARD-Fernsehstudios Washington, das der WDR und der NDR gemeinsam betreuen. Anfang Juli 2015 wechselte Tina Hassel dann an die Spitze des ARD-Hauptstadtstudios in Berlin.

Markus Preiß, 1978 im thüringischen Heiligenstadt geboren, studierte in Dortmund Journalistik und Politikwissenschaft. Im Jahr 2003 begann er als Reporter in der WDR-Redaktion ‘Tagesschau/Tagesthemen’ in Köln. Von 2006 bis 2011 war er ARD-Fernsehkorrespondent in Brüssel. Anschließend arbeitete er beim vom WDR verantworteten ARD-„Morgenmagazin“, bevor er in den Jahren 2013 und 2014 für die ARD als TV-Korrespondent aus Paris berichtete. Ende 2014 übernahm Preiß beim WDR in Köln dann die Leitung der Redaktion ‘Tagesschau/Tagesthemen’. Am 1. August 2018 wurde er in der Nachfolge von Rolf-Dieter Krause, der in den Ruhestand ging, Leiter des ARD-Fernsehstudios Brüssel. Alle zwei Wochen moderiert Markus Preiß im Ersten auch das „Europamagazin“ aus Brüssel.

07.12.2021 – MK

` `