Tabea Rößner // Medienpolitikerin
von Bündnis 90/Die Grünen

08.11.2019 •

Tabea Rößner, 52, Medienpolitikerin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, ist mit ihrem Ziel, Oberbürgermeisterin von Mainz zu werden, gescheitert. Bei der Wahl am 27. Oktober kam sie mit 22,5 Prozent der Stimmen auf den dritten Platz. Vorne lag der seit 2012 amtierende Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) mit 41,0 Prozent vor dem parteilosen Kandidaten Nino Haase, der von der CDU unterstützt wird und 32,4 Prozent der Stimmen erhielt.

Da keiner der insgesamt fünf Bewerber um das Oberbürgermeisteramt bei der Wahl die absolute Mehrheit erreichte, treten nun Michael Ebeling und Nino Haase, die beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen, am 10. November in einer Stichwahl gegeneinander an. Wahlberechtigt waren am 27. Oktober rund 162.000 Bürger. Die Wahlbeteiligung lag bei 45,8 Prozent. In Mainz stellt seit 1949 die SPD den Oberbürgermeister. Tabea Rößner, die in Mainz wohnt, hatte Anfang Juni 2019 bekannt gegeben, für die Grünen bei der Oberbürgermeisterwahl anzutreten, um nicht nur die erste Oberbürgermeisterin von Mainz, sondern auch erste grüne Oberbürgermeisterin in Deutschland zu werden.

Tabea Rößner, geboren am 7.12.1966 in Sassenberg (Münsterland), gehört seit 2009 dem Deutschen Bundestag an. Bei der letzten Bundestagswahl 2017 kandidierte sie wieder um das Direktmandat des Wahlkreises Mainz, das aber von der CDU geholt wurde. Rößner zog dann, wie auch nach den beiden vorherigen Bundestagswahlen, über die rheinland-pfälzische Landesliste der Grünen wieder in das Parlament ein. Bei der Bundestagswahl 2017 war Rößner die Spitzenkandidatin der Grünen in Rheinland-Pfalz. Im Bundestag in Berlin ist Rößner seit dieser Legislaturperiode in der Grünen-Fraktion Sprecherin für Netzpolitik und Verbraucherschutz. Sie äußert sich außerdem regelmäßig zu Themen, die den öffentlich-rechtlichen Rundfunk betreffen.

In den beiden vorangegangenen Legislaturperioden war Tabea Rößner medienpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion (diese Funktion hat inzwischen die Abgeordnete Margit Stumpp übernommen). Bevor Rößner Mitglied des Bundestags wurde, arbeitete sie ab 1991 als freie Journalistin und Autorin für öffentlich-rechtliche und private Fernsehsender, zuletzt für das ZDF und dort bei der Kindernachrichtensendung „Logo!“. Parallel engagierte sich Rößner, die Musikwissenschaft, Kunstgeschichte, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft studiert hat, für die Grünen in der Mainzer Kommunalpolitik.

08.11.2019 – MK

Print-Ausgabe 24/2019

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