Sabine Verheyen, Petra Kammerevert, Romeo Franz, Dace Melbrade, Julie Ward // EU‑Parlament

09.08.2019 •

Sabine Verheyen, 54, ist im Parlament der Europäischen Union (EU) zur neuen Vorsitzenden des Ausschusses für Kultur und Bildung gewählt worden. Die CDU-Politikerin, die seit Juli 2009 dem Parlament als Abgeordnete angehört, wurde am 10. Juli in Brüssel in das neue Amt gewählt. Der Ausschuss ist auch für Medien-, Informations- und Kommunikationspolitik sowie Jugend- und Sportpolitik zuständig. Am 2. Juli war das im Mai neu gewählte EU-Parlament zu seiner konstituierenden Sitzung für die neue fünfjährige Legislaturperiode zusammengekommen. Bis zum 12. Juli wurden dann die Vorsitzenden der insgesamt 20 Fachausschüsse des Parlaments gewählt.

Sabine Verheyen übernahm den Vorsitz des Ausschusses für Kultur und Bildung nun, wie es die Parlamentsregularien vorsehen, zunächst für zweieinhalb Jahre, also die erste Hälfte der neuen Legislaturperiode. Sie löste im Vorsitz Petra Kammerevert ab. Die SPD-Politikerin hatte dieses Amt von Januar 2017 bis Juni 2019 inne, also in der zweiten Hälfte der abgelaufenen Legislaturperiode (vgl. MK-Meldung), in der der Ausschuss im Parlament zum Beispiel federführend für die Novellierung der ‘EU-Richtlinie für audiovisuelle Mediendienste’ (AVMD) zuständig war. Kammerevert, die ebenfalls seit Juli 2009 Mitglied des EU-Parlaments ist, gehört dem Ausschuss für Kultur und Bildung in der neuen Legislaturperiode weiterhin an.

Zu stellvertretenden Ausschussvorsitzenden wurden nun der deutsche Grünen-Abgeordnete Romeo Franz sowie die Parlamentarierinnen Dace Melbrade (Lettland) und Julie Ward (Großbritannien) gewählt. Ein vierter Stellvertreter-Posten wird dann noch in einer der nächsten Ausschusssitzungen besetzt. Insgesamt hat der Ausschuss für Kultur und Bildung 61 Mitglieder, darunter acht Abgeordnete aus Deutschland.

Sabine Verheyen, geb. am 24.10.1964 in Aachen, studierte Architektur an der Fachhochschule ihrer Heimatstadt. Sie trat 1990 in die CDU ein und gehörte von 1994 bis 2009 dem Rat der Stadt Aachen an. Von 1999 bis 2009 war sie in Aachen zusätzlich eine von drei beigeordneten Bürgermeistern, die den Oberbürgermeister der Stadt in seiner Arbeit unterstützen. Im Juli 2009 zog Verheyen dann für die CDU ins EU-Parlament ein. Bereits in den beiden abgelaufenen Legislaturperioden des Parlaments war sie Mitglied des Ausschusses für Kultur und Bildung, dessen Vorsitz sie jetzt übernahm. Seit ihrem Einzug ins EU-Parlament befasst sich Verheyen innerhalb ihrer EVP-Fraktion, der die deutschen CDU- wie CSU-Abgeordneten angehören, mit Rundfunk- und Medienpolitik. Von Dezember 2003 bis Dezember 2009 gehörte Sabine Verheyen auch dem WDR-Rundfunkrat an. Anschließend war sie bis 2016 stellvertretendes Mitglied in dem Aufsichtsgremium.

09.08.2019 – MK