Peter Kloeppel // RTL

28.10.2020 •

Peter Kloeppel, 62, Anchorman der täglichen Nachrichtensendung „RTL aktuell“, hat seinen Vertrag als Chefmoderator bei RTL um vier Jahre bis Ende 2024 verlängert. Die Vertragsverlängerung gab der in Köln ansässige Privatsender am 1. Oktober in einer Pressemitteilung bekannt. Darin verwies Kloeppel darauf, dass RTL seit über 30 Jahren seine journalistische Heimat sei. Im Jahr 1985 kam er zu dem Privatsender und übernahm dann am 30. März 1992 die Moderation der Sendung „RTL aktuell“, die von 18.45 bis 19.05 Uhr ausgestrahlt wird. Kloeppel, dienstältester Nachrichtenmoderator im deutschen Fernsehen, präsentiert die „RTL-aktuell“-Ausgaben im Wechsel mit Charlotte Maihoff, 38, und Maik Meuser, 44.

Der Erfolg von „RTL aktuell“ sei „in einem hohen Maße mit Peter Kloeppel verbunden“, erklärte RTL-Geschäftsführer Jörg Graf anlässlich der Vertragsverlängerung mit dem Nachrichtenanchor. Ähnlich äußerte sich Michael Wulf, RTL-Chefredakteur und Geschäftsführer der Info Network GmbH. Diese Firma, ein Tochterunternehmen der RTL Television GmbH, ist unter anderem zuständig für die gesamte Nachrichtenberichterstattung von RTL und für die Produktion eines Großteils der Magazinformate von RTL und vom Schwesterprogramm Vox. Außerdem produziert Info Network Nachrichtenbeiträge für den Sender ntv, der ebenfalls zur RTL-Gruppe gehört.

Peter Kloeppel, geb. am 14.10.1958, studierte Agrarwissenschaften an der Universität Göttingen und absolvierte anschließend die Henri-Nannen-Journalistenschule in Hamburg. 1985 begann er seine journalistische Laufbahn als Redakteur bei RTL plus im Studio Bonn, dessen Leiter er zwei Jahre später wurde. Ab 1990 arbeitete Kloeppel mit Sitz in New York als RTL-Korrespondent in den USA. Ende März 1992 übernahm er bei dem Sender, der sich Ende desselben Jahres vom Namensanhängsel „plus“ trennte, die Moderation von „RTL aktuell“.

Im Jahr 2001 beteiligte sich Peter Kloeppel an der Gründung der RTL-Journalistenschule, deren Direktor er auch mehr als 15 Jahre lang war. Von November 2004 bis November 2014 war Kloeppel zusätzlich zu seiner Position als Chefmoderator von „RTL aktuell“ auch Chefredakteur von RTL. Diese Position gab er dann an Michael Wulf ab, der zuvor ab November 2004 bereits geschäftsführender Chefredakteur von RTL gewesen war.

Peter Kloeppel erhielt für seine journalistischen Leistungen mehrere Ehrungen. Ausgezeichnet wurde er mit dem Bayerischen Fernsehpreis, dem Goldenen Löwen (vergeben von RTL) und dem Telestar (vergeben von ARD und ZDF). Für seine Moderationsleistung bei RTL am 11. September 2001 („Terror gegen Amerika“) erhielt er 2002 den Grimme-Preis. Als bester Moderator einer Informationssendung wurde Kloeppel im Jahr 2003 mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet.

In der Pressemitteilung zur Vertragsverlängerung mit Kloeppel hob RTL außerdem den Erfolg seiner Nachrichtensendung in den ersten neun Monaten dieses Jahres hervor: „‘RTL aktuell’ bleibt auch 2020 die Nummer 1 beim jungen Publikum und konnte im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Prozentpunkte zulegen. Mit einem Marktanteil (14-49) von 18,0 Prozent liegen die RTL-Hauptnachrichten vor der ‘Tagesschau’ im Ersten (17,7 Prozent) und ‘Heute’ im ZDF (8,3 Prozent). Täglich“, so der Sender, „schalten im Schnitt 4,31 Millionen Menschen ‘RTL aktuell’ ein.“

Die Nummer 1 beim jüngeren Publikum ist „RTL aktuell“ mit Blick auf den Marktanteil allerdings nur unter einer bestimmten Bedingung, nämlich beim Vergleich zur Ausstrahlung der Hauptausgabe der ARD-„Tagesschau“ um 20.00 Uhr ausschließlich im Ersten Programm. Bezieht man alle Programme ein, darunter etwa die meisten Dritten Programme der ARD, in denen die „Tagesschau“ ebenfalls ausgestrahlt wird, dann beträgt der Marktanteil der öffentlich-rechtlichen Nachrichtensendung bei den 14- bis 49-Jährigen 27,0 Prozent (im Zeitraum 1. Januar bis 30. September 2020).

Bei der Zahl von 4,31 Mio Menschen, die laut RTL in den ersten neun Monaten des Jahres 2020 „RTL aktuell“ einschalteten, handelt es sich im Übrigen nicht um die von den Sendern üblicherweise verwendete durchschnittliche Sehbeteiligung für eine Sendung, sondern um deren Netto-Reichweite. Letztere erfasst jede Person, die mindestens eine Minute am Stück die jeweilige Sendung verfolgt hat. Die Netto-Reichweite fällt dabei deutlich höher aus als die durchschnittliche Sehbeteiligung, die darstellt, wie viele Zuschauer die jeweilige Sendung im Durchschnitt gesehen haben. Im Fall von „RTL aktuell“ beträgt für die Spanne Januar bis September 2020 die durchschnittliche Zuschauerzahl 3,21 Mio. RTL erklärte auf Nachfrage, dass in der Pressemitteilung auf die Netto-Reichweite von „RTL aktuell“ verwiesen werde, zeige das Wort „Menschen“. Wäre es um die durchschnittliche Sehbeteiligung gegangen, hätte es „Zuschauer“ heißen müssen, so der Sender.

28.10.2020 – vn/MK

Print-Ausgabe 24/2020

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