Margarete Keilacker // Publizistin
und Rundfunkhistorikerin

27.02.2019 •

Margarete Keilacker, Publizistin und Rundfunkhistorikerin, ist am 3. Februar 2019 im Alter von 71 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit gestorben. Keilacker leitete von 1994 bis 2012 das Medienarchiv des Instituts für Kommunikations- und Medienwissenschaft an der Universität Leipzig. Von 1999 bis 2008 war sie Chefredakteurin des Fachdienstes „Fernseh-Informationen“. Im Oktober 2012 übernahm Keilacker die Position als verantwortliche Redakteurin der Zeitschrift „Rundfunk und Geschichte“, die zweimal jährlich erscheint und vom ‘Studienkreis Rundfunk und Geschichte’ herausgegeben wird. Der Studienkreis würdigte Keilackers Expertise als erfahrene Journalistin und Vorstandskollegin. Sie sei „eine charismatische Persönlichkeit“ gewesen, die es schafft habe, die verschiedenen Generationen der Mitglieder des Studienkreises immer wieder zu verbinden und ins Gespräch zu bringen.

Margarete Keilacker studierte – im Anschluss an ein Volontariat beim Deutschen Fernsehfunk (DFF) – Journalistik in Leipzig. Sie wurde dort promoviert mit einer Arbeit, die den Titel trug „Zur gegenwärtigen Differenziertheit des journalistischen Systems der UdSSR – eine Analyse von Theorie und Praxis“. Zwischen 1971 und 1990 arbeitete Keilacker vorwiegend in ihrem Fachgebiet ‘Medien in Osteuropa’ als wissenschaftliche Assistentin an der Sektion/Fakultät Journalistik der Universität Leipzig. Später wurde sie dann an der Universität Leiterin des Medienarchivs des Instituts für Kommunikations- und Medienwissenschaft. Als Keilacker zum Jahresende 2008 die Chefredaktion der „Fernseh-Informationen“ niederlegte, wurde der seit 1999 monatlich erscheinende Fachdienst eingestellt, der 1950 von Hans Schaefer gegründet und mehrere Jahrzehnte von Kurt Wagenführ und seiner Frau Ursula Wagenführ, die unter dem Namen Andrea Brunnen publizierte, geleitet worden war.

27.02.2019 – MK