Manuela Kasper-Claridge, Ines Pohl, Alexandra von Nahmen, Max Hofmann, Richard Walker // Deutsche Welle

04.05.2020 •

Manuela Kasper-Claridge, 60, hat bei der Deutschen Welle (DW) am 1. Mai die Position als Chefredakteurin übernommen. Sie verantwortet nun alle journalistischen DW-Angebote im Fernsehen, Hörfunk und Internet. Kasper-Claridge folgte auf Ines Pohl, 53, die ab März 2017 DW-Chefredakteurin war und im Sommer 2020 bei der Auslandsrundfunkanstalt Leiterin des Studios in Washington wird.

Der Wechsel auf der Chefredakteursposition hat bei der Deutschen Welle, die in Bonn (Zentrale) und Berlin angesiedelt ist, weitere personelle Änderungen zur Folge. Die derzeitige Studioleiterin in Washington, Alexandra von Nahmen, übernimmt im Sommer die Leitung des DW-Studios in Brüssel. Wann genau Pohl und von Nahmen ihre neuen Posten antreten können, hängt vom weiteren Fortgang der Coronakrise ab. Der bisherige Brüsseler Studioleiter Max Hofmann arbeitet für die Sendeanstalt nun bereits von Berlin aus als Nachrichtenchef. Auf dieser Position folgte er Richard Walker nach, der inzwischen ‘Chief International Editor’ der Deutschen Welle ist. Die Personalwechsel waren von der Deutschen Welle bereits im Dezember 2019 entschieden worden.

Manuela Kasper-Claridge war bei der Deutschen Welle ab Oktober 2017 stellvertretende Chefredakteurin und Leiterin der Abteilung ‘Wirtschaft, Wissenschaft und Umwelt’. Kasper-Claridge, geb. am 26.10.1959, studierte Volkswirtschaftslehre und Soziologie in ihrer Geburtsstadt Berlin. Nach ihrem Studienabschluss volontierte sie ab 1985 beim damaligen Sender Freies Berlin (SFB). Anschließend war sie bis 1988 als Trainerin für Fernsehredakteure und Regisseure tätig, bevor sie Redakteurin von RIAS-TV in Berlin wurde.

Als RIAS-TV 1992 in die Deutsche Welle eingegliedert wurde und der Auslandssender einen Fernsehbereich erhielt (in Berlin), wurde Kasper-Claridge dort Redakteurin im Bereich ‘Aktuelles und Wirtschaft’. 1998 wurde sie Leiterin der TV-Wirtschaftsredaktion der DW; 2001 erhielt sie zusätzlich die Zuständigkeit für Wissenschaftsthemen. Im Jahr 2012 wurde Kasper-Claridge Chefin der DW-Hauptabteilung Wirtschaft (Hörfunk, Fernsehen, Online). Zwei Jahre später übernahm sie die damals neu geschaffene Hauptabteilung ‘Wirtschaft, Wissenschaft, Umwelt’. Zusätzlich wurde Kasper-Claridge Anfang Oktober 2017 stellvertretende DW-Chefredakteurin.

Ines Pohl, geb. am 12.4.1967 in Mutlangen, arbeitet seit Ende 2015 für die Deutsche Welle. Pohl studierte in Göttingen Germanistik und Skandinavistik. Im Jahr 1999 kam sie als Volontärin zur Regionalzeitung „Hessische/Niedersächsische Allgemeine“ (HNA) in Kassel. Dort wurde sie anschließend Redakteurin; später wurde sie Nachrichtenchefin bei der HNA, die im Jahr 2002 Teil der Ippen-Gruppe wurde. Anfang 2009 wechselte Pohl als Korrespondentin für mehrere Zeitungen der Ippen-Gruppe nach Berlin. Im Juli desselben Jahres wurde sie dann Chefredakteurin der „taz“. Nach sechs Jahren verließ sie Anfang Juli 2015 die „taz“ und wechselte Ende 2015 als Korrespondentin in das Studio Washington der Deutschen Welle. Die Chefredaktion des Auslandssenders hatte sie Anfang März 2017 übernommen.

Alexandra von Nahmen, 48, ist seit August 2017 Leiterin des DW-Studios Washington. Von Nahmen, geb. am 14.3.1972 im oberschlesischen Peiskretscham, wuchs in Recklinghausen auf. Sie studierte Journalistik in Dortmund und Washington und volontierte beim Westdeutschen Rundfunk (WDR). Sie war anschließend weiter für den WDR und später für den Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) und Sat 1 journalistisch tätig. 1999 ging von Nahmen zur Deutschen Welle und wurde bei dem Sender parlamentarische Korrespondentin in Berlin. Im Juni 2007 übernahm sie die Leitung des DW-Studios in Moskau. Fünf Jahre später kehrte sie zur DW nach Berlin zurück und verantwortete dort bis Ende 2016 die TV-Planung. Anfang 2017 wechselte von Nahmen als Korrespondentin ins DW-Studios Washington, deren Leiterin sie im August 2017 wurde.

Max Hofmann, der neue DW-Nachrichtenchef, war bisher ab 2014 Leiter des Brüsseler Studios der Deutschen Welle. Hofmann, Jg. 1974, studierte Publizistikwissenschaft, Volkswirtschaftslehre und Nordamerikastudien in Paris und Berlin. Er volontierte ab 2002 bei der Deutschen Welle. Anschließend war er von Berlin aus für das Fernsehen des RBB und der Deutschen Welle als Reporter und Moderator tätig. 2006 wurde Hofmann Redakteur beim damaligen DW-Fernsehdirektor Christoph Lanz und moderierte mehrere Fernsehformate des Auslandssenders. Ab 2010 war Hofmann Korrespondent im DW-Studio Washington, vier Jahre später wechselte er auf den Studioleiterposten in Brüssel.

Richard Walker, der neue Chief International Editor’ bei der DW, war zuvor ab Februar 2017 Nachrichtenchef der Auslandsrundfunkanstalt. Walker, geboren 1975 im südenglischen Brighton, studierte Geschichte und Orientwissenschaften an der Universität Cambridge. 2006 kam er zum DW-Fernsehen nach Berlin; zuvor hatte er in Berlin in mehreren Kommunikationsagenturen gearbeitet. Bei der Deutschen Welle war Walker zunächst als Produzent und Moderator tätig, später gehörte er zum Strategieteam, das den Umbau der Nachrichtenredaktion konzipierte. Anfang Juli 2014 wurde Walker Korrespondent im DW-Studio Washington, bevor er 2017 Nachrichtenchef des Auslandssenders wurde.

04.05.2020 – MK