Isabel Pfeiffer-Poensgen, Marc Jan Eumann //
Verwaltungsrat des Deutschlandradios

10.03.2018 • Die nordrhein-westfälische Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen, 63, ist neues Mitglied im Verwaltungsrat des Deutschlandradios. Die parteilose Politikerin wurde von den Ministerpräsidenten der Bundesländer auf deren Konferenz am 1. Februar in Berlin berufen. Damit ist der Deutschlandradio- Verwaltungsrat, dessen aktuelle Amtsperiode noch bis Ende Dezember 2018 dauert, nun wieder vollständig besetzt. Im November 2017 war der ehemalige nordrhein-westfälische Medienstaatssekretär Marc Jan Eumann (SPD) aus dem Gremium ausgeschieden. Seitdem war ein Sitz in dem achtköpfigen Verwaltungsrat vakant, dessen Vorsitzender ZDF-Intendant Thomas Bellut ist.

Jeweils zwei Sitze im Verwaltungsrat des Deutschlandradios stehen ARD und ZDF zu. Über einen Platz verfügt der Bund; dieser Platz wird von der Bundesregierung besetzt. Die drei übrigen Sitze gehen an Vertreter der Bundesländer; diese Vertreter werden von den Ministerpräsidenten berufen. Für einen dieser drei Sitze hat das Land Nordrhein-Westfalen das Vorschlags- und damit de facto das Besetzungsrecht (die beiden übrigen Plätze stehen den Ländern Berlin und Hessen zu).

Im Mai 2017 verloren SPD und Grüne bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen ihre Mehrheit. CDU und FDP gewannen die Wahl und bildeten in dem Bundesland Ende Juni 2017 eine neue Regierungskoalition mit Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) an der Spitze. Im Zuge des Regierungswechsels war Marc Jan Eumann von seinem Amt als Staatssekretär für Europa und Medien abberufen und in den einstweiligen Ruhestand versetzt worden; er blieb jedoch noch bis auf weiteres Mitglied im Verwaltungsrat des Deutschlandradios. Es war allerdings ohnehin nur eine Frage der Zeit, bis die neue NRW-Landesregierung den Sitz im Verwaltungsrat des Senders mit einem Vertreter aus ihren Reihen besetzt.

Isabel Pfeiffer-Poensgen, geb. am 25.4.1954 in Aachen, studierte Geschichte und Kunstgeschichte in Aachen sowie Rechtswissenschaften in Bonn, Lausanne und Freiburg. Ihre berufliche Karriere begann sie 1983 in der Hamburgischen Kultur- und Wissenschaftsverwaltung, in der sie in den folgenden Jahren verschiedene Positionen innehatte. 1989 wurde die Volljuristin Kanzlerin der Kölner Hochschule für Musik (heute: Hochschule für Musik und Tanz Köln). Von 1999 bis 2004 war Pfeiffer-Poensgen Beigeordnete für Kultur, Soziales und Gesundheit der Stadt Aachen. Im Jahr 2004 wurde sie Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder. Diese Position gab Pfeiffer-Poensgen ab, als sie Ende Juni 2017 vom neuen NRW-Ministerpräsidenten Laschet zur Kultur- und Wissenschaftsministerin des Landes ernannt wurde.

10.03.2018 – MK