Gerhard A. Friedl // BR

16.04.2021 •

Gerhard A. Friedl, langjähriger Hörfunkchefredakteur und früherer Leiter der Politik-Abteilung des Bayerischen Rundfunks (BR) in München, ist am 8. April im Alter von 83 Jahren gestorben. Das teilte der BR am 14. April mit. Nach seiner Tätigkeit als Korrespondent in der damaligen Bundeshauptstadt Bonn für verschiedene Tageszeitungen wechselte Friedl, geb. am 14.5.1937, im Jahr 1963 zum Bayerischen Rundfunk und arbeitete zunächst in der Nachrichtenredaktion und im Wirtschaftsfunk. 1975 wurde er Leiter der Abteilung ‘Politik’ in der damaligen BR-Hauptabteilung ‘Politik und Wirtschaft’.

Von Januar 1986 bis zu seiner Pensionierung Ende Dezember 2000 leitete Friedl die Hauptabteilung ‘Politik und Aktuelles‘ und war Chefredakteur des Hörfunks. Er war 1991 Mitgründer des Radio-Nachrichtenprogramms B5 aktuell. Im Frühjahr 1992 wurde bekannt, dass die CSU im Jahr zuvor zu bewirken versucht hatte, dass Friedl Hörfunkdirektor beim BR werden solle. Mit diesem Ansinnen konnte sich die Partei beim damaligen Intendanten Albert Scharf aber nicht durchsetzen. Neuer BR-Hörfunkdirektor wurde seinerzeit – als Nachfolger von Udo Reiter, der Intendant des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) geworden war – Ernst Emrich (vgl. FK-Hefte Nr. 45/91 und 13/92).

„Gerhard Friedl war ein leidenschaftlicher und meinungsstarker Journalist, immer offen für neue Ideen“, sagte BR-Intendantin Katja Wildermuth. „Seine Entscheidung, mit B5 aktuell das erste Informationsprogramm Deutschlands mit Nachrichten im Viertelstunden-Takt zu gründen, setzte echte Maßstäbe“, so Wildermuth: „Neben seiner eigenen publizistischen Tätigkeit mit Kommentaren und eigenen Sendungen förderte Gerhard Friedl zahlreiche weitere Programminitiativen.“

16.04.2021 – MK

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