Gabriele Pfennigsdorf, Adina Mungenast // FilmFernsehFonds Bayern

23.10.2019 •

Gabriele Pfennigsdorf, stellvertretende Geschäftsführerin des FilmFernsehFonds (FFF) Bayern, ist Ende September bei der Förderinstitution ausgeschieden und in den Ruhestand getreten. Für den FilmFernsehFonds, der 1996 in München errichtet wurde, war Pfennigsdorf ab dessen Gründung zunächst als Beraterin der Geschäftsführung und als Mitglied des Vergabeausschusses tätig. Damals war Pfennigsdorf noch Leiterin des Bayerischen Filmzentrums Geiselgasteig. Im Jahr 2001 wechselte sie dann als fest angestellte Mitarbeiterin zum FFF und übernahm dort die Zuständigkeit für die Bereiche Debütfilmförderung und Fernsehfilmförderung. Zudem wurde sie stellvertretende Geschäftsführerin des FilmFernsehFonds. Dessen Geschäftsführer war 2001 Klaus Schaefer geworden, der zuvor seit Gründung der Fördereinrichtung deren stellvertretender Geschäftsführer gewesen war. Pfennigsdorf übernahm beim FFF später zusätzlich auch noch die Funktion als Pressesprecherin. Diese Position hatte sie zu Jahresbeginn 2017 an Olga Havenetidis abgegeben.

Gabriele Pfennigsdorf war – neben ihrer Funktion als stellvertretende Geschäftsführerin – beim FFF zuletzt für die Bereiche Stoffentwicklung Serie, Projektentwicklung Fernsehfilm und Serie, sowie Produktion Fernsehfilm und -serie und für den Deutsch-Französischen Förderfonds zuständig. Diese Aufgaben hat nun Anfang Oktober Adina Mungenast übernommen, zusätzlich zu ihrer bisherigen Position als FFF-Referentin für die Bereiche Förderung Drehbuch und Projektentwicklung Kinofilm. Noch nicht entschieden ist, wer künftig die stellvertretende Geschäftsführung beim FFF übernimmt.

Geschäftsführerin des FilmFernsehFonds Bayern ist seit Mai 2018 Dorothee Erpenstein (vgl. diese MK-Meldung). Die Juristin arbeitete zuvor in verschiedenen Position in der bayerischen Landesverwaltung, unter anderen in der Münchner Staatskanzlei als Leiterin des Referats ‘Cluster, Audiovisuelle Medien, Verlagswesen, Medienstandort’. Erpenstein würdigte die Arbeit von Gabriele Pfennigsdorf für die bayerische Filmförderung: Sie sei „eine Grande Dame der Filmförderung. Sie hat den FFF von der Gründungszeit an mitgeprägt und stand vielen Filmschaffenden mehrerer Generationen mit Rat und Tat zur Seite.“ Für die Branche sei Pfennigsdorf „eine feste Größe mit stets offenem Ohr für alle wichtigen Belange“ gewesen, so Erpenstein.

Gabriele Pfennigsdorf, 1953 in München geboren, arbeitete nach ihrem Schulabschluss zunächst in den Bereichen Sekretariat, Organisation und Verwaltung für verschiedene Unternehmen. Nach einem Sprachaufenthalt 1979 in London wurde sie im folgenden Jahr bei der Bavaria Film GmbH persönliche Assistentin des Geschäftsführers und Produzenten Günter Rohrbach („Das Boot“, „Schtonk“). 1988 wechselte Pfennigsdorf zum damals vom Regisseur und Filmproduzenten Eberhard Hauff gegründeten Informationsbüro Film München, der ersten Film Commission Deutschlands. Vier Jahre später übernahm Pfennigsdorf dann die Leitung des vom Freistaat Bayern gegründeten Bayerischen Filmzentrums Geiselgasteig. Diese Position hatte sie bis zu ihrem endgültigen Wechsel zum FFF im Jahr 2001 inne.

23.10.2019 – MK