Ferdos Forudastan, Michael Radix // CIVIS‑Medienstiftung

27.12.2019 •

Ferdos Forudastan, 59, wird zum 1. April 2020 neue Leiterin der CIVIS-Medienstiftung. Gleichzeitig übernimmt sie das Europaforum des Westdeutschen Rundfunks (WDR). Sie wird Michael Radix, Jg. 1957, ablösen, der am 31. März 2020 in den Ruhestand geht, wie der WDR mitteilte. Radix ist seit dem Jahr 2000 Leiter des WDR-Europaforums, einer seit 1997 jährlich stattfindenden Veranstaltung mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Medien. Im Jahr 2003 übernahm er zusätzlich die Leitung der damals gegründeten CIVIS-Medienstiftung.

Ferdos Forudastan war nach ihrem Jura-Studium unter anderem als Hauptstadt-Korrespondentin für die Tageszeitungen „taz“ und „Frankfurter Rundschau“ tätig; außerdem arbeitete sie als Moderatorin für den WDR und den Deutschlandfunk. Von September 2012 bis 2017 war sie Sprecherin des damaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck. Seit 2018 ist bei der „Süddeutschen Zeitung“ Leiterin des Ressorts Innenpolitik. Forudastan werde, „um eine gründliche Übergabe der neuen Aufgabenbereiche zu gewährleisten“, ihre Arbeit für den CIVIS-Wettbewerb und das Europaforum bereits zum 1. Februar 2020 aufnehmen, so der WDR in seiner Mitteilung.

Die CIVIS-Medienstiftung (Sitz: Köln) hat das Ziel, Medien in Deutschland und Europa für die Themen Migration, Integration und kulturelle Vielfalt zu sensibilisieren. Die Stiftung zeichnet jedes Jahr Programmangebote, die sich in herausragender Weise mit diesen Themen beschäftigen, mit dem CIVIS-Medienpreis aus. Zeitgleich zur Verleihung des CIVIS-Preises wird stets das WDR-Europaforum veranstaltet, das sich seit 1997 unter anderem mit Migration und deren Folgen beschäftigt.

Am 5. Mai 2020 findet die nächste Verleihung des CIVIS-Medienpreises in Verbindung mit dem WDR-Europaforum statt. Gesucht werden europäische Programmleistungen zu Themen der Migration, Integration und kulturellen Vielfalt. Neu im Wettbewerb 2020 sind Themen der demokratischen Kultur – etwa den Bruchlinien der integrativen Gesellschaft, der medialen Repräsentanz von gesellschaftlich abgehängten Gruppen, zunehmender Ungleichheit oder der fehlenden Selbstverständlichkeit der Einwanderungsgesellschaft. Wie der WDR am 12. Dezember mitteilte, wird ab jetzt beim CIVIS-Wettbewerb als Hauptpreis der neue ‘CIVIS Top Award’ kategorienübergreifend verliehen, er ist mit 15.000 Euro dotiert. Ausgezeichnet mit diesem Preis wird die beste Produktion des Jahres aus den Bereichen Audio, Video und Young C. Die Preise in den Einzelkategorien sind mit jeweils 2000 Euro dotiert.

27.12.2019 – MK

Print-Ausgabe 6-7/2020

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