Eric Friedler // NDR, SWR

22.02.2021 •

Eric Friedler, 49, übernimmt beim Südwestrundfunk (SWR) am 1. Mai 2021 die Leitung der neu geschaffenen Hauptabteilung ‘Dokumentation’. Der Berufung von Friedler hatte der SWR-Verwaltungsrat in seiner Sitzung am 22. Januar zugestimmt. Clemens Bratzler, SWR-Programmdirektor Information, erklärte laut einer Sendermitteilung, Friedler sei „einer der renommiertesten deutschen Dokumentarfilmer“ und „ein echter Könner und zu Recht vielfach ausgezeichnet“. Friedler bringe „Erfahrung, jede Menge Ideen und große Begeisterung für die Aufgabe mit, den SWR im Doku-Bereich weiter zu stärken und zu profilieren“, so Bratzler. Eric Friedler wird vom Norddeutschen Rundfunk (NDR) zum SWR wechseln. Beim NDR wurde er im Jahr 2010 Chef der Abteilung ‘Dokumentarfilm, Doku-Drama & Sonderprojekte’.

Dass beim Südwestrundfunk, der zweitgrößten ARD-Landesrundfunkanstalt die Hauptabteilung ‘Dokumentation’ (am SWR-Standort Baden-Baden) neu geschaffen wird, hatte der öffentlich-rechtliche Sender im November 2020 mitgeteilt. Diese Maßnahme des Sendermanagements billigte damals der SWR-Verwaltungsrat im Rahmen weiterer organisatorischer Änderungen, die die Hauptabteilungen ‘Fiktion und Familie’ und ‘Unterhaltung und Service’ betrafen.

Eric Friedler, geb. am 20.6.1971 in der australischen Metropole Sydney, begann seine TV-Laufbahn 1994 als Reporter für den Westdeutschen Rundfunk (WDR). Später arbeitete er als freier Redakteur für den SWR, unter anderem für das von dem Sender fürs Erste Programm zugelieferte Politmagazin „Report Mainz“. Ab 2002 war er für die NDR-Redaktion ‘Dokumentation und Kultur’ tätig. Im Jahr 2008 wurde Friedler beim Norddeutschen Rundfunk Redakteur in der Abteilung ‘Fernsehfilm’. Am 1. August 2010 übernahm er dann in der Nachfolge damals von Horst Königstein (1945-2013) die Leitung der Abteilung ‘Doku­mentarfilm, Doku-Drama & Sonderprojekte’.

Für seine in der Regel als NDR-Produktionen entstandenen Dokumentarfilme wurde Eric Friedler in den vergangenen Jahren in Deutschland mehrfach ausgezeichnet, so mit dem Grimme-Preis, dem Deutschen Fernsehpreis und dem Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis. Außerdem erhielt er internationale Preise. Im vergangenen Jahr wurde sein Kinofilm „Wim Wenders, Desperado“ in die offizielle Auswahl der Internationalen Filmfestspiele von Cannes aufgenommen. Der zweistündige Film wurde mit dem „Rose d’Or Award 2020“ prämiert und wurde auch im Ersten Programm der ARD gezeigt.

Für die Dokumentation „Das Schweigen der Quandts“ – einen Film zur Rolle der Unternehmerdynastie Quandt im Nationalsozialismus – wurde Friedler 2008 mit Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet (gemeinsam mit Koautorin Barbara Siebert). Zwei Jahre später hielt er diese Auszeichnung auch für seinen Film „Aghet – Ein Völkermord“ über den Völkermord an den Armeniern während des Ersten Weltkriegs. Den Grimme-Preis bekam er 2012 für seinen Dokumentarfilm „Ein deutscher Boxer“ (Charles „Charly“ Graf). Im Folgejahr erhielt er die Grimme-Auszeichnung für den Film „The Voice of Peace – Der Traum des Abie Nathan“.

22.02.2021 – MK

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