Ellen Ehni, Sonia Mikich // WDR

31.07.2018 • Ellen Ehni, 44, übernimmt beim Westdeutschen Rundfunk (WDR) in Köln am 1. September 2018 die Position als Fernsehchefredakteurin. Zugleich wird sie ab diesem Zeitpunkt beim Fernsehen des WDR auch Leiterin des Programmbereichs ‘Politik und Zeitgeschehen’. Auf beiden Funktionen folgt Ellen Ehni dann Sonia Mikich nach, die Ende August im Alter von 67 Jahren in den Ruhestand tritt. Seit Mai 2012 ist Mikich WDR-Fernsehchefredakteurin und Leiterin des Programmbereichs ‘Politik und Zeitgeschehen’.

Sonia Mikich, geb. am 13.7.1951 in Oxford, kam im Jahr 1982 als Volontärin zum WDR, bei dem sie ab 1984 zunächst als Redakteurin, Moderatorin und Reporterin in der Fernsehprogrammgruppe Ausland arbeitete. 1992 wechselte sie als Korrespondentin in das ARD-Fernsehstudio Moskau, für das der WDR zuständig ist. 1996 übernahm sie die Leitung des Studios. Im April 1998 wurde Mikich Leiterin des ARD-Fernsehstudios Paris, das ebenfalls vom WDR betrieben wird. Ab Januar 2002 war sie dann Chefin und Moderatorin des Politmagazins „Monitor“, das der WDR für das Erste Programm der ARD produziert. Im Oktober 2011 übernahm Mikich beim Fernsehen des WDR die Leitung der ‘Programmgruppe Inland’, bevor sie dann Anfang Mai 2012 Fernsehchefredakteurin sowie Leiterin des Programmbereichs ‘Politik und Zeitgeschehen’ wurde. Für ihre journalistische Arbeit wurde Sonia Mikich mehrfach ausgezeichnet. Sie erhielt unter anderem 1998 das Bundesverdienstkreuz und 2007 den Marler Fernsehpreis für Menschenrechte.

Ellen Ehni erklärte ihrer Berufung zur WDR-Fernsehchefredakteurin: „Wir erleben zur Zeit eine Polarisierung der Gesellschaft, die die sachliche Auseinandersetzung in bestimmten Themenfeldern erschwert. Hier ist unsere Berichterstattung besonders wichtig: Wir müssen der Politik auf die Finger schauen. Nicht über jedes Stöckchen springen, sondern zurücktreten und analysieren. Gleichzeitig müssen wir den Bürgern die Grundlage bieten, trotz unterschiedlicher Meinungen miteinander im Gespräch zu bleiben. Das ist eine anspruchsvolle Aufgabe, auf die ich mich sehr freue.“

In den Verantwortungsbereich der künftigen WDR-Fernsehchefredakteurin Ehni fallen mehrere im Dritten Programm WDR Fernsehen ausgestrahlte Sendungen, darunter die Magazine „Markt“ und „Sport inside“ und die Reihe „Menschen hautnah“. Auch aktuelle Dokumentationen für das WDR Fernsehen gehören dazu. Verantwortlich ist Ehni ab September auch für die Zulieferungen des WDR zu den ARD-Nachrichtensendungen „Tagesschau“ und „Tagesthemen“. In dem künftig von Ehni geleiteten Programmbereich ‘Politik und Zeitgeschehen’ entstehen außerdem mehrere Sendungen, die der WDR für das Erste produziert. Dabei handelt es sich beispielsweise um die Talkshows „Hart aber fair“ und „Maischberger“, die Diskussionssendung „Presseclub“, um „Monitor“ und das ARD-„Morgenmagazin“. Hinzu kommen noch die vom WDR produzierten Sendungen für ARD-Formate wie „Weltspiegel“, „Plusminus“ und „Brennpunkt“ sowie Dokumentationen für die Reihe „Die Story“.

Ellen Ehni, geb. am 1.8.1973 in Heidelberg, studierte deutsches und französisches Recht an der Universität Köln und der Pariser Universität Sorbonne. Anschließend absolvierte sie das juristische Staatsexamen an der Humboldt-Universität Berlin. Von 2000 bis 2002 volontierte Ehni beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) und arbeitete dort anschließend als Redakteurin für die im Dritten Programm NDR Fernsehen ausgestrahlte regionale Nachrichtensendung „NDR aktuell“. Zudem war sie als Reporterin für die „Tagesschau“ und die „Tagesthemen“ tätig.

Im Jahr 2004 wechselte Ehni zum WDR und wurde dort Redakteurin in der Programmgruppe ‘Wirtschaft und Recht’. Sie betreute unter anderem das Verbrauchermagazin „Markt“ im WDR Fernsehen und die WDR-Ausgaben für das ARD-Wirtschaftsmagazin „Plusminus“. Im März 2007 ging sie als Korrespondentin in das ARD-Fernsehstudio Paris. 2012 wurde Ellen Ehni Chefin der Programmgruppe ‘Wirtschaft und Recht’. Seit Januar 2017 leitet Ehni beim Fernsehen des WDR die Programmgruppe ‘Zeitgeschehen, Europa und Ausland’. Außerdem präsentiert sie seit 2014 an jedem ersten Donnerstag eines Monats in den ARD-„Tagesthemen“ die Ergebnisse des monatlichen „ARD-Deutschlandtrends“ zum aktuellen politischen Meinungsbild in der Bundesrepublik.

31.07.2018 – MK

Print-Ausgabe 16/2018

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