Clemens Bratzler, Anke Mai,
Christoph Hauser, Gerold Hug // SWR

25.10.2019 •

Clemens Bratzler, 47, beim Südwestrundfunk (SWR) bisher stellvertretender Direktor des Landessenders Baden-Württemberg, wird neuer Programmdirektor Information bei dem öffentlich-rechtlichen Sender. Neue Programmdirektorin Kultur wird beim SWR Anke Mai, 53, die derzeit beim Bayerischen Rundfunk (BR) den trimedialen Programmbereich Kultur leitet. Der SWR-Rundfunkrat stimmte in seiner Sitzung am 27. September in Baden-Baden den beiden Personalentscheidungen des neuen SWR-Intendanten Kai Gniffke zu. Laut dem SWR-Staatsvertrag muss der Rundfunkrat die Bestellung von Programmdirektoren billigen. Bratzler und Mai wurden für jeweils fünf Jahre berufen. Kai Gniffke hatte am 13. September und damit zwei Wochen nach seinem Antritt als SWR-Intendant dem Rundfunkrat mitgeteilt, Clemens Bratzler und Anke Mai als neue Programmdirektoren zu berufen.

Die beiden Direktorenämter mussten neu besetzt werden, weil die beiden derzeitigen Amtsinhaber Christoph Hauser und Gerold Hug in der näheren Zukunft in den Ruhestand treten (vgl. MK-Meldung). Der 63-jährige Hauser, Programmdirektor Information beim SWR, verlässt den Sender Ende November 2019. Die von ihm geleitete Direktion verantwortet die Inhalteproduktion fürs Fernsehen, Radio und Internet in den Bereichen Information, Sport, Film, Service und Unterhaltung. In dieser Direktion sind etwa das Programm-Management Fernsehen, die Chefredaktionen des SWR und das Radio-Nachrichtenprogramm SWR aktuell angesiedelt. Nachfolger von Christoph Hauser ist dann ab dem 1. Dezember 2019 Clemens Bratzler, dessen Amtsperiode am 30. November 2024 enden wird.

Clemens Bratzler, geb. am 2.7.1972 in Wiesbaden, studierte Mathematik, Physik und Pädagogik in Mainz und Münster. Nach dem Studienabschluss volontierte er ab 1999 beim SWR und arbeitete dort anschließend als Reporter und Redakteur, vor allem für die Bereiche Aktuelles und Landespolitik. Von 2002 bis 2008 moderierte Bratzler das Regionalmagazin „Baden-Württemberg aktuell“ im Dritten Fernsehprogramm des SWR. Seit Mai 2008 moderiert er im SWR Fernsehen das Politikmagazin „Zur Sache Baden-Württemberg“ (diese Aufgabe gibt er im Zuge der Übernahme des Direktorenamts ab). Anfang Oktober 2009 wurde Bratzler beim SWR Leiter der Fernsehabteilung Wirtschaft, die später zur multimedialen Abteilung ‘Wirtschaft und Umwelt’ umgebaut wurde. Anfang Juli 2017 stieg Bratzler zum Chef der neu geschaffenen SWR-Hauptabteilung ‘Multimediale Aktualität Baden-Württemberg’ auf. Zugleich wurde er stellvertretender Direktor des Landessenders Baden-Württemberg. Bratzler hatte sich auch um das zum 1. September neu zu besetzende SWR-Intendantenamt beworben; war aber nicht berücksichtigt worden.

Gerold Hug, Programmdirektor Kultur, scheidet Ende Januar 2020 im Alter von dann 61 Jahren beim SWR aus. Die von Hug geleitete Direktion ist zuständig für die trimedialen Inhalte in den Bereichen Kultur, Literatur, Musik, Wissen und Bildung. Zugeordnet sind der Direktion etwa die Pop-Wellen SWR 3 und Das Ding, das Kulturradioprogramm SWR 2, die Klangkörper des SWR sowie Funk, die gemeinsam von ARD und ZDF betriebene Online-Plattform für 14- bis 29-Jährige. Innerhalb der ARD hat der SWR die Federführung für Funk (Sitz: Mainz). Am 1. Februar 2020 wird Anke Mai die Nachfolge von Gerold Hug antreten. Ihre Amtsperiode läuft dann bis zum 31. Januar 2025.

Anke Mai, geb. am 21.12.1965 in Karlsruhe, studierte Neuere Deutsche Literatur, Amerikanische Kulturgeschichte und Kommunikationswissenschaften. Ab 1993 war sie Korrespondentin im ARD-Hörfunkstudio Südosteuropa in Wien, für das der Bayerische Rundfunk zuständig ist. Von 1997 bis 2003 war sie Leiterin des Studios. Später war sie Hörfunkkorrespondentin im ARD-Hauptstadtstudio in Berlin und stellvertretende Chefin des dortigen BR-Teams. Im Mai 2007 übernahm Mai beim BR in München die Leitung des Bereichs ‘Zentrale Planung und Koordination Hörfunk’. In dieser Position betreute sie auch große Kultur- und Klassik-Projekte des Senders. Seit Frühjahr 2016 ist Anke Mai Leiterin des trimedialen BR-Programmbereichs Kultur.

25.10.2019 – MK