Claudia Tronnier, Andreas Schreitmüller, Emmanuel Suard, Susanne Costede // Arte

12.08.2020 •

Claudia Tronnier, derzeit beim ZDF in Mainz Leiterin der Redaktion „Das kleine Fernsehspiel“, wechselt zum 1. Januar 2021 nach Straßburg zum deutsch-französischen Kulturkanal Arte. Sie wird dort die Leitung der Hauptabteilung Spielfilm/Fernsehfilm übernehmen. Tronnier, geb. am 15.6.1958 in Braunschweig, wurde auf ihre neue Position für einen Zeitraum von vier Jahren von der Arte-Mitgliederversammlung berufen. Das gab der öffentlich-rechtliche Sender am 24. Juni bekannt. An diesem Tag konferierte die Mitglieder­versammlung per Videokonferenz. Tronnier wird als Leiterin der Arte-Hauptabteilung Spielfilm/Fernsehfilm auch Mitglied der Programmkonferenz des Senders sein.

Auf ihrem neuen Posten tritt Claudia Tronnier die Nachfolge an von Andreas Schreitmüller, der Ende 2020 nach 30 Jahren Tätigkeit bei Arte in den Ruhestand gehen wird. Schreitmüller, geb. am 15.5.1956 in Konstanz, ist seit der Gründung von Arte (1991) für den Sender tätig; Leiter der Hauptabteilung Spielfilm/Fernsehfilm ist er seit dem Jahr 2000, zuvor war er Leiter der Arte-Redaktion Fernsehfilm. Von 1984 bis Frühjahr 1991 arbeitete Schreitmüller für das ZDF. 2019 wurde Andreas Schreitmüller – der 1992 an der Universität Konstanz mit einer Dissertation zum Thema „Filmtitel“ promoviert hatte – für sein jahrzehntelanges Engagement an verschiedenen Hochschulen Baden-Württembergs mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Dazu gehört unter anderem eine langjährige Honorarprofessur an der Universität Konstanz.

Claudia Tronnier übernahm die Leitung der ZDF-Redaktion „Das kleine Fernsehspiel“ am 1. Januar 2008. Sie hatte beim „Kleinen Fernsehspiel“ 1990 als freie Mitarbeiterin begonnen und im Jahr 2000 die stellvertretende Redaktionsleitung übernommen. Tronnier betreute Spiel- und Dokumentarfilme und verantwortete zahlreiche internationale Koproduktionen in Zusammenarbeit von ZDF und Arte. Im ZDF-Formatlabor „Quantum“ (Fernsehen und Web) initiierte sie unter anderem die Reportage-Reihe „Stellmichein!“, die 2007 mit einem Grimme-Preis ausgezeichnet wurde. 2018 wurde sie beim Fernsehfilm-Festival Baden-Baden für „ihre unermüdliche Arbeit an künstlerisch auffallenden, inspirierenden und experimentierfreudigen Film- und TV-Projekten“ mit den Hans-Abich-Preis ausgezeichnet.

Die Arte-Mitgliederversammlung entschied am 24. Juni außerdem, die Verträge einiger Führungskräfte des Senders zu verlängern, die zum 31. Dezember 2020 ausgelaufen wären. So wurde das Mandat von Geschäftsführer und Verwaltungsdirektor Emmanuel Suard um ein Jahr bis zum 31. Dezember 2021 verlängert, um, wie es dazu hieß, „die Laufzeit an die des Geschäftsführers und Programmdirektors anzugleichen“ (diese Funktionen hat Bernd Mütter inne). Auch das Mandat der stellvertretenden Arte-Verwaltungsdirektorin Susanne Costede wurde um ein weiteres Jahr prolongiert.

Jeweils um vier Jahre (vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2024) verlängerte die Mitgliederversammlung die Verträge von Marysabelle Cote, Laurent Ehresmann, Birgit Gabriel, Claire Isambert, Alexander von Harling und Marco Nassivera. Marysabelle Cote ist beim Sender Generalsekretärin und Leiterin Europäische Entwicklung. Laurent Ehresmann leitet die Hauptabteilung Finanzen. Birgit Gabriel ist Chefin der Hauptabteilung Produktion. Claire Isambert steht der der Hauptabteilung Kultur vor. Alexander von Harling ist Leiter der Hauptabteilung Wissen und Marco Nassivera Leiter der Hauptabteilung Information.

12.08.2020 – MK