Christopher Wolf, Harald Zehe // LMK

12.01.2021 •

Christopher Wolf ist seit dem 1. Januar 2021 neuer stellvertretender Direktor der Landeszentrale für neue Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz (LMK). Zuvor war er stellvertretender Leiter der Abteilung Koordination in der saarländischen Staatskanzlei in Saarbrücken. Die LMK-Versammlung, der 42 Mitglieder aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur und dem Kirchenbereich angehören, hatte Wolf in ihrer Sitzung am 7. Dezember 2020, die aufgrund der Corona-Pandemie im Veranstaltungshaus Pfalzbau in Ludwigshafen stattfand, zum neuen stellvertretenden LMK-Direktor gewählt. Laut dem rheinland-pfälzischen Landesmediengesetz wählt die Versammlung den Direktor der LMK und dessen Stellvertreter jeweils für sechs Jahre.

Dass Wolf neuer Vizedirektor der LMK werden würde, war erwartet worden (vgl. MK-Meldung). Der 46-Jährige war der Favorit für den Posten, der im Juni 2020 von der Medienanstalt öffentlich ausgeschrieben worden war. Insgesamt gab es für die Stelle acht Bewerbungen. Christopher Wolf ist promovierter Medienjurist und übernahm nun mit dem Jahreswechsel bei der in Ludwigshafen ansässigen LMK die Leitung des ‘Teams Medienregulierung’ und das stellvertretende Direktorenamt. Auf beiden Positionen folgte Wolf Harald Zehe nach, der nach 32-jähriger Tätigkeit für die Aufsichtsbehörde zum Jahresende 2020 im Alter von 64 Jahren in den Ruhestand trat. Direktor der LMK ist seit April 2018 Marc Jan Eumann (SPD), der zuvor von 2010 bis 2017 in Nordrhein-Westfalen Medienstaatssekretär war.

Christopher Wolf, geboren 1974 in Mainz, hat Rechtswissenschaften in seiner Heimatstadt und in Speyer studiert. Im Jahr 2003 wurde er in der saarländischen Staatskanzlei Leiter des Referats ‘Medienrecht und Medienpolitik’. Während seiner beruflichen Tätigkeit promovierte er 2009 an der Universität Mainz mit einer medienrechtlichen Arbeit zum Dr. jur.; der Titel seiner Dissertationsschrift lautet: „Der Kulturauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts“. Im Februar 2020 wurde Wolf zusätzlich zu seiner bisherigen Position in der Saarbrücker Staatskanzlei stellvertretender Leiter der Abteilung Koordination. Wolf, der Mitglied der CDU ist und von 2012 bis 2014 dem Landes­vorstand der CDU Saar angehörte (als Referent für den Bereich Medien), ist außerdem Mitglied im Vorstand des Europäischen Medieninstituts (EMR) in Saarbrücken.

Harald Zehe, Jg. 1956, war im Januar 1989 Justitiar der rheinland-pfälzischen Medienaufsichtsbehörde geworden; sie hieß damals noch Landeszentrale für private Rundfunkveranstalter (LPR; die Umbenennung in Landeszentrale für neue Medien und Kommunikation/LMK Rheinland-Pfalz erfolgte 2005). Im Jahr 1999 wurde der Verwaltungsjurist bei der Medienanstalt als Abteilungsleiter verantwortlich für die Bereiche Justitiariat, Verwaltung, Haushalt und Personal, bevor er im Oktober 2000 zusätzlich zum stellvertretenden Direktor gewählt wurde. Im Vizedirektorenamt war Zehe, der Mitglied der CSU ist, zuletzt im Dezember 2017 von der LMK-Versammlung wiedergewählt worden. Als es Ende 2019 bei der LMK zu einer Änderung der Organisationsstruktur kam, durch die unter anderem die bisherigen Abteilungen in Teams umgewandelt wurden, hatte er die Leitung des ‘Teams Medienregulierung’ übernommen.

12.01.2021 – MK

Print-Ausgabe 3-4/2021

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