Bettina Schausten, Theo Koll,
Elmar Theveßen, Ulf Röller // ZDF

30.09.2018 • Bettina Schausten, seit April 2010 Leiterin des ZDF-Hauptstadtstudios in Berlin, übernimmt bei dem öffentlich-rechtlichen Sender am 1. März 2019 in Mainz die Leitung der Hauptredaktion ‘Aktuelles’. Außerdem wird die 53-jährige zum selben Zeitpunkt stellvertretende ZDF-Chefredakteurin. Während Schaustens Berufung als Hauptredaktionsleiterin für fünf Jahre gilt (bis Ende Februar 2024), wurde ihre Ernennung zur stellvertretenden Chefredakteurin zunächst bis Ende März 2020 befristet.

Dem Personalvorschlag von ZDF-Intendant Thomas Bellut, die Hauptredaktionsleitung und die stellvertretende Chefredakteursposition neu zu besetzen, stimmte der ZDF-Verwaltungsrat in seiner Sitzung am 7. September in Mainz zu. Den Posten des Chefredakteurs hat beim ZDF seit April 2010 Peter Frey, 61, inne. Dessen Vertrag war im Januar 2014 bis zum 31. März 2020 verlängert worden (vgl. FK-Heft Nr. 7/14). Erst im Februar 2018 war Schaustens Vertrag als Leiterin des ZDF-Hauptstadtstudios auf Vorschlag von Intendant Bellut durch den Verwaltungsrat um drei Jahre bis Ende März 2021 verlängert worden (vgl. MK-Meldung).

Ihre beiden neuen Positionen wird Bettina Schausten in der Nachfolge von Elmar Theveßen antreten, der dann zum 1. März 2019 die Leitung des ZDF-Studios Washington übernehmen wird. Theveßen, 51, ist beim ZDF seit Juni 2007 Leiter der Hauptredaktion ‘Aktuelles’ und stellvertretender Chefredakteur. Mit der Leitung des Studios Washington wurde Theveßen zunächst für fünf Jahre betraut (bis zum 29. Februar 2024). In Washington wird er Ulf Röller, Jg. 1964, nachfolgen, der dort seit Oktober 2010 Studioleiter ist. Im ZDF-Studio Washington arbeitete Theveßen bereits ab Mitte der 1990er Jahre als Korrespondent. Welche Position Röller ab März 2019 im ZDF übernehmen wird, ist noch nicht bekannt. Die Leitung des ZDF-Hauptstadtstudios in Berlin wird am 1. März 2019 Theo Koll von Bettina Schausten übernehmen. Koll, 60, leitet seit Juli 2014 das ZDF-Studios Paris.

Bettina Schausten, geb. am 18.2.1965 im westfälischen Lüdinghausen, volontierte nach dem Abitur bei der Zeitschrift „Leben und Erziehen“ in Aachen. Anschließend studierte sie Literatur, Geschichte und katholische Theologie in Köln und München. Während ihres Studiums war sie in München als freie Mitarbeiterin für den Bayerischen Rundfunk (BR) tätig. Nach ihrem Studienabschluss arbeitete sie von 1992 bis 1996 für den damaligen Südwestfunk (SWF) in dessen Landesfunkhaus Mainz bei den Fernsehnachrichten als Reporterin und Chefin vom Dienst (CvD).

Anschließend wechselte Schausten zum ZDF und war dort zunächst CvD und Autorin beim „Abendmagazin“. 1997 wurde sie persönliche Referentin von ZDF-Chefredakteur Klaus Bresser. Zwei Jahre später übernahm sie die Leitung des ZDF-„Morgenmagazins“, das sie auch moderierte. Anfang Januar 2003 wurde Schausten Leiterin der damaligen ZDF-Hauptredaktion ‘Innen-, Gesellschafts- und Bildungspolitik’. Seit dem 1. April 2010 ist sie Chefin des ZDF-Hauptstadtstudios. Schausten moderiert seitdem auch die Sendereihe „Berlin direkt“ (sonntags, 19.10 bis 19.30 Uhr). Die ZDF-Wahlsendungen präsentiert sie bereits seit 2003.

Elmar Theveßen, geb. am 3.6.1967 in Viersen, studierte ab 1987 in Bonn Politische Wissenschaften, Geschichte und Germanistik. 1990/91 studierte er an der American University in Washington, D.C. „Foreign Policy“ und „Journalism“. Nachdem er aus Washington nach Bonn zum Studium zurückgekehrt war, wurde er 1991 freier Mitarbeiter des ZDF-Studios Bonn. Nach seinem Studienabschluss im Jahr 1993 wurde Theveßen verantwortlicher Redakteur des ZDF-Magazins „Bonn direkt“. 1995 wechselte er als Korrespondent in das ZDF-Studio Washington. Danach war Theveßen ab 2001 Reporter beim ZDF-Politmagazin „Frontal 21“, bevor er zwei Jahre später Chef vom Dienst in der ZDF-Hauptredaktion ‘Aktuelles’ wurde. 2007 wurde er dann deren Leiter und zusätzlich stellvertretender Chefredakteur.

Theo Koll, geb. am 19.3.1958 in Bensberg (bei Köln), studierte Politische Wissenschaften, Neuere Geschichte, Soziologie und Staatsrecht in Bonn, London, Paris und Hamburg. Er volontierte beim Norddeutschen Rundfunk (NDR), bei dem er anschließend im Fernsehbereich als freier Mitarbeiter und ab 1988 als fest angestellter Redakteur tätig war. Zwei Jahre später wechselte er zum ZDF und war dort zunächst Redakteur im damaligen (Hauptstadt-)Studio Bonn, bevor er 1993 Leiter des ZDF-Studios London wurde. 2001 übernahm Koll die stellvertretende Leitung des seinerzeit neu gestarteten Politmagazins „Frontal 21“, das er auch moderierte. 2009 wurde er Leiter der damaligen ZDF-Hauptredaktion ‘Außenpolitik’. Diese Hauptredaktion wurde im Mai 2010 mit der Hauptredaktion ‘Innen-, Gesellschafts- und Bildungspolitik’ zur neu geschaffenen ZDF-Hauptredaktion ‘Politik und Zeitgeschehen’ fusioniert, die Koll bis 2014 leitete, bevor er dann Chef des ZDF-Studios Paris wurde. Im Jahr 2016 kandidierte Koll für das Intendantenamt beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB). Er unterlag damals der NDR-Journalistin Patricia Schlesinger, die sich im RBB-Rundfunkrat im sechsten Wahlgang durchsetzen konnte (vgl. MK-Meldung).

30.09.2018 – MK

Print-Ausgabe 24/2018

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