Andreas Bönte // BR
Bettina Reitz // HFF München
Gerhard Fuchs // HFF München

16.10.2015 •

Andreas Bönte, 56, hat beim Bayerischen Rundfunk (BR) übergangsweise die Position als Fernsehdirektor übernommen. Ende September gab Bettina Reitz das Amt ab und wechselte an die Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) in München. Wann beim Bayerischen Rundfunk der Posten des Fernsehdirektors regulär neu besetzt wird, ist offen. Die Person, die Intendant Ulrich Wilhelm zum Fernsehdirektor berufen will, muss vom BR-Rundfunkrat bestätigt werden. Die nächste Sitzung des Aufsichtsgremiums ist am 3. Dezember. An der HFF hat die 53-Jährige Bettina Reitz am 1. Oktober die Funktion als erste hauptamtliche Präsidentin der Hochschule übernommen. Dieser Posten wurde bisher nur im Nebenamt besetzt. Seit dem Jahr 2003 war der damalige BR-Fernsehdirektor Gerhard Fuchs zusätzlich zu seiner Haupttätigkeit bei der Rundfunkanstalt nebenamtlicher Rektor bzw. ab 2007 Präsident der HFF. (Die Leitungsfunktion an der HFF war 2007 durch eine Novelle des bayerischen Hochschulgesetzes von einem Rektoren- in ein Präsidialamt umgewandelt worden, ohne dass damit die Einführung der Hauptamtlichkeit für die Position verbunden war.)

Nachdem Fuchs Ende Mai 2012 beim BR altersbedingt ausgeschieden war und ihn dort Bettina Reitz abgelöst hatte, blieb er Präsident der Hochschule. Dieses Amt gab der 68-Jährige nun Ende September mit dem Ablauf seiner dritten vierjährigen Amtszeit an der Spitze der HFF ab. Bettina Reitz folgte damit jetzt zum zweiten Mal Gerhard Fuchs auf einer Leitungsposition nach. Reitz war im Juni dieses Jahres vom Hochschulrat der HFF mit großer Mehrheit zur hauptamtlichen Präsidentin gewählt worden. Am 18. September war sie vom bayerischen Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle (CSU) offiziell für eine vierjährige Amtszeit zur HFF-Präsidentin bestellt worden.

Bettina Reitz, geb. am 14.7.1962, studierte Germanistik, Psychologie sowie Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft in Frankfurt am Main. Parallel zu ihrem Studium war sie als freie Mitarbeiterin unter anderem für den Hessischen Rundfunk (HR) tätig, bei dem sie dann von 1988 bis 1990 als fest angestellte Redakteurin in der Fernsehredaktion arbeitete. Anschließend wechselte sie als Fernseh- und Kinoredakteurin in die Hauptredaktion Fernsehspiel des ZDF nach Mainz; 1997 wurde sie stellvertretende Leiterin der Redaktion.

Im Jahr 1999 ging Reitz zur damals unter anderem von Nico Hofmann unter dem Dach der Ufa-Gruppe gegründeten TV-Produktionsfirma Teamworx (Berlin/Potsdam). Im Januar 2003 wechselte sie dann zum BR nach München und übernahm dort die Leitung des TV-Programmbereichs ‘Spiel, Film, Serie’. Von Mai 2011 bis Mai 2012 war sie Geschäftsführerin der ARD-Filmhandels- und Produktionsfirma Degeto, die ihren Sitz in Frankfurt am Main hat. Zum 1. Juni 2012 kehrte Reitz als Fernsehdirektorin zum Bayerischen Rundfunk zurück. Dieses Amt legte sie nun für ihre neue Tätigkeit an der HFF nieder.

Der neue kommissarische BR-Fernsehdirektor Andreas Bönte, geb. am 17.2.1959 in Kiel, verantwortet bei dem öffentlich-rechtlichen Sender seit Mai 2005 die strategische Programmplanung sowie die Weiterentwicklung von Programmstruktur, Programmschema und Programmqualität des Dritten Programms Bayerisches Fernsehen. Dieser Programmbereich war damals neu geschaffen worden. Als Programmbereichsleiter und zusätzlich als stellvertretender Fernsehdirektor war Bönte vom BR-Rundfunkrat im Dezember 2014 für weitere fünf Jahre bis zum 30. April 2020 wiedergewählt worden.

Andreas Bönte kam im Jahr 1985 zum Bayerischen Rundfunk. Bis zur Übernahme des neu geschaffenen Programmbereichs vor zehn Jahren war er stellvertretender Chefredakteur des Bayerischen Fernsehens und Leiter der Abteilung ‘Innenpolitik und Zeitgeschehen’ wie auch der Redaktion des Politmagazins „Report München“, das der BR für das Erste Programm der ARD produziert. Seit 2005 ist Bönte außerdem Honorarprofessor für Fernsehjournalismus an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt.

16.10.2015 – MK