Andreas Bereczky, Michael Rombach // ZDF, NDR

10.05.2018 • Andreas Bereczky, 64, beim ZDF seit Januar 2004 Produktionsdirektor, gibt diese Position Ende Dezember 2018 ab. Er tritt dann im Alter von 65 Jahren in den Ruhestand. Zu seinem Nachfolger wurde am 27. April Michael Rombach bestellt. An diesem Tag bestätigte der ZDF-Verwaltungsrat in seiner Sitzung in Berlin den entsprechenden Personalvorschlag von Intendant Thomas Bellut. Rombach, 51, ist seit September 2007 Produktionsdirektor des Norddeutschen Rundfunks (NDR) und wird seine neue Stelle beim ZDF am 1. Januar 2019 übernehmen.

Michael Rombach, der aus Stegen in der Nähe von Freiburg im Breisgau stammt, studierte Physik an der Freiburger Universität. Nach seiner Promotion im Jahr 1995 wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik in Freiburg. Im Jahr 1999 wechselte Rombach dann zum Südwestrundfunk (SWR), der Anfang Oktober 1998 aus der Zusammenlegung von Südwestfunk (SWF) und Süddeutschem Rundfunk (SDR) entstanden war. Beim SWR leitete Rombach zunächst an dessen Hauptsitz in Stuttgart die Abteilung Unternehmensplanung. Anfang 2001 wurde er Chef der SWR-Hauptabteilung Zentrale Aufgaben mit Sitz in Baden-Baden und stellvertretender Direktor Technik und Produktion.

Im Jahr 2007 erfolgte Rombachs Wechsel als Produktionsdirektor zum Norddeutschen Rundfunk (vgl. FK-Heft Nr. 26/07). Beim NDR verantwortete er neben der Einführung einer stark vernetzten Produktionsinfrastruktur und der Digitalisierung der Archive unter anderem auch den Umbau und die vollständige technische Erneuerung des ARD-aktuell-Studios. Die ARD-Gemeinschaftseinrichtung ARD-aktuell, die unter anderem die Nachrichtensendungen „Tagesschau“ und „Tagesthemen“ produziert, ist beim NDR in Hamburg angesiedelt. In den drei Jahren von 2013 bis 2015, in denen der ARD-Vorsitz beim NDR lag, leitete Michael Rombach auch die Produktions- und Technikkommission (PTKO) der ARD; damals begleitete die PTKO beispielsweise beim digital-terrestrischen Fernsehen den Umstieg vom Standard DVB-T auf die Nachfolgetechnik DVB-T2. Rombach vertrat außerdem den NDR in der ARD-Arbeitsgruppe zum Strukturreformprozess und koordiniert derzeit dessen Umsetzung im NDR.

Andreas Bereczky wurde am 7. August 1953 in der ungarischen Hauptstadt Budapest geboren. An der Fachmittelschule Budapest legte er sein Fachabitur und die Gesellenprüfung zum Maschinenschlosser ab, bevor er im Jahr 1974 von Ungarn nach Deutschland übersiedelte. Dort begann er an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) in Aachen ein Maschinenbau-Studium mit dem Schwerpunkt Luft- und Raumfahrttechnik. Das Studium schloss er 1982 als Diplom-Ingenieur ab, anschließend promovierte er an der Forschungsanstalt Jülich zu thermischen Isolationssystemen. Im Jahr 1985 wurde Andreas Bereczky bei der Bull Computer AG in Köln Leiter der Systemberatung. 1989 wechselte er zur damaligen Firma Debis Systemhaus in Aachen, wo er in verschiedenen Positionen tätig war, bevor er dort im Jahr 2000 Geschäftsführer wurde.

Das Unternehmen Debis – die Abkürzung stand für Daimler-Benz Interservices – wurde Ende 2000 mehrheitlich (zu 50,1 Prozent) von der Deutschen Telekom übernommen. Im Jahr 2001 trat Bereczky dann in die vierköpfige Geschäftsführung des Unternehmens T-Systems ein, das damals von der Telekom zur Integration von Debis in den Telekommunikationskonzern geschaffen worden war (Anfang 2002 übernahm die Telekom auch die übrigen 49,9 Prozent an Debis).

Zum 1. Januar 2004 kam Andreas Bereczky als Produktionsdirektor zum ZDF nach Mainz. Bereczky ist neben seiner Tätigkeit bei dem öffentlich-rechtlichen Sender seit dem Jahr 2004 Mitglied des Aufsichtsrats der Software AG, die Deutschlands zweitgrößter Software-Anbieter ist (nach dem SAP-Konzern). Seit April 2009 leitet Bereczky den Aufsichtsrat der im TecDAX-notierten Software AG. Seit Mai 2011 ist er darüber hinaus Mitglied im Verwaltungsrat des IT-Unternehmens GFT Technologies SE.

10.05.2018 – MK