Grimme-Preis 2020: Fernsehreportage statt Galaveranstaltung im Theater Marl

29.05.2020 •

Am 11. März hatte das Grimme-Institut in Marl bekanntgegeben, dass die für den 27. März vorgesehene Verleihung der Grimme-Preise 2020 wegen der Coronavirus-Pandemie ausfallen müsse, dass aber geprüft werde, ob und wie eine spätere Verleihung möglich sei (vgl. MK-Meldung). Nun teilte das Institut mit, dass die Auszeichnungen des diesjährigen Wettbewerbs durchaus noch verliehen würden, aber coronabedingt nicht in gewohnter Form. Das wäre eine Galaveranstaltung im Stadttheater Marl. Stattdessen werden die Preisträger diesmal mit einer 90-minütigen Fernsehreportage gewürdigt, so dass sie innerhalb dieses Rahmens ihre Auszeichnungen erhalten. Diesen Entschluss habe man „gemeinsam mit den Partnern WDR und 3sat“ gefasst, so das Grimme-Institut. Die Reportage mit den ausgezeichneten Produktionen des 56. Grimme-Preises 2020 wird am 21. August um 22.25 Uhr im Programm von 3sat gesendet. Durch die Sendung wird ZDF-Moderator Jo Schück („Aspekte“) führen.

Welche Personen und Produktionen in diesem Jahr die Preise erhalten, war am 3. März bekanntgegeben worden (vgl. MK-Meldung). Die „Besondere Ehrung“ des Deutschen Volkshochschul-Verbandes (DVV), die höchste Auszeichnung beim Grimme-Preis, wurde diesmal an den Filmautor und Regisseur Heinrich Breloer, 78, vergeben, der damit für sein Lebenswerk geehrt wird. Der DVV ist der Stifter des Grimme-Preises. Die Auszeichnungen des Grimme-Wettbewerbs werden in den vier Kategorien „Fiktion“, „Information und Kultur“, „Unterhaltung“ sowie „Kinder und Jugend“ verliehen.

Die Jury für „Kinder und Jugend“ zeichnete dabei zwei Produktionen aus, bei denen man sich fragen kann, ob sie wirklich in diese Kategorie hineingehören. Der eine Preis ging an die Netflix-Serie „How to Sell Drugs Online (Fast)“, die bezüglich der Altersfreigabe die FSK-Einstufung ‘ab 16 Jahre’ erhalten hat. Der andere Preis ging an den Film „Die Tochter von...“, einen Beitrag der Autorendokumentarfilmreihe „Ab 18!“, die sich mit dem Leben junger Erwachsener beschäftigt.

29.05.2020 – MK

Print-Ausgabe 13-14/2020

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