ARD-Programmdirektor Volker Herres gibt bekannt: Der „Weltspiegel“ bleibt, „wo er bisher traditionell immer war“

28.11.2019 •

Seit einigen Wochen gab es ernsthafte Befürchtungen, dass der ARD-„Weltspiegel“ seinen angestammten Sendeplatz am Sonntag um 19.20 Uhr im Ersten verlieren könnte. Unter anderem 100 Auslandskorrespondenten der ARD hatten deshalb an Intendanten des Senderverbunds appelliert, den Sendeplatz des Auslandsmagazins direkt vor der Hauptausgabe der „Tagesschau“ zu erhalten (vgl. MK-Dokumentation). Der Einsatz war nicht umsonst. Am 27. November gab ARD-Programmdirektor Volker Herres auf der Pressekonferenz in München nach der dortigen ARD-Hauptversammlung (25./26. November) das neue Programmschema bekannt, das ab dem 5. April im Ersten am Sonntag für die Zeit von 17.00 bis 20.00 Uhr gilt – und anschließend war klar: Der „Weltspiegel“ bleibt, wo er ist. Herres sagte im einzelnen:

«Wir haben noch etwas – darüber hab ich auch in der Intendantensitzung informiert – entschieden. Sie wissen ja: Im kommenden Jahr endet die „Lindenstraße“. Im April brauchen wir also eine Schema-Veränderung, weil man ja da das Programm entsprechend anpassen muss. Es wird dann so aussehen, dass wir um 17.00 Uhr am Sonntag, auch am Sonntag, eine „Brisant“-Ausgabe – hatten wir bisher ja nicht – senden werden. Danach kommt „Echtes Leben“, unsere Dokumentationen und Reportagen aus den Religions-, aus den Kirchenredaktionen, um 18.00 Uhr eine kurze „Tagesschau“, 18.05 Uhr dann der vorgezogene „Bericht aus Berlin“, dafür kriegt er aber auch etwas mehr Sendezeit; der ist mit 18 Minuten im Moment im Programm, das ist ein bisschen knapp, wenn man ein anständiges Interview führen will in Berlin, ist das nicht immer die optimale Länge, 25 Minuten wird er künftig sein. 18.30 dann eine „Sportschau“, die bis 19.20 Uhr gehen wird, also 50 Minuten, und die wir insbesondere nutzen wollen, um über die vielen Ereignisse, die es auch am Sonntag im Bereich des Sportes gibt – etwa Finals im Tennis-Grand-Slam oder auch Formel 1, Handball, Basketball, Frauenfußball – intensiver berichten zu können, auch über europäische Ligen, aber nicht nur Fußball, wir wollen auch Hintergrundinformation bieten. Und wir liegen dann auf diesem Sendeplatz, was sehr gut ist, hinter der Sportschaureportage  im ZDF [gemeint ist die „ZDF-Sportreportage“; d.Red.], also, da sind wir komplementär programmiert und bieten ein komplementäres Angebot. Und der „Weltspiegel“, um den sich viele schon beim bloßen Nachdenken über den Sendeplatz in große Erregung bringen konnten, der bleibt auf 19.20 Uhr, wo er bisher traditionell immer war.»

28.11.2019 – MK

Print-Ausgabe 24/2019

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