USA: Maria Schrader erhält Emmy für Regie bei der Netflix-Miniserie „Unorthodox“

23.09.2020 •

Es mussten zuerst die Streaming-Anbieter kommen, um in größerem Umfang Kooperationen mit nicht-amerikanischen (und damit auch deutschen) Produzenten und Regisseuren zu ermöglichen. Die deutsche Schauspielerin und Regisseurin Maria Schrader, die am 27. September 55 Jahre alt wird, kam mit ihrer vierteiligen Miniserie „Unorthodox“ bei Netflix unter und qualifizierte sich damit auch für den Emmy-Wettbewerb dieses Jahres, dessen Ergebnisse am 20. September bekannt gegeben wurden. „Unorthodox“ schildert die wichtigsten Lebensstationen einer 19-jährigen Jüdin, die im heimatlichen New York den strengen Traditionen der ultra-orthodoxen Religionsgemeinschaft der Satmarer Chassiden entkommt und in Berlin ein neues, von Restriktionen freies Leben beginnt (vgl. MK-Kritik). Maria Schrader gewann gegen starke US-Konkurrenz den Emmy Award für die beste Regie bei einer Miniserie.

Die Streaming-Plattform Netflix hatte sich beim diesjährigen Emmy-Wettbewerb mit insgesamt 160 Nennungen an die Spitze der Nominierungen gesetzt (vgl. MK-Meldung). Bei der Preisverleihung wurde Netflix dann allerdings ebenso wie die anderen Streaming-Anbieter vom Pay-TV-Sender HBO überholt. Wer wie so mancher in der Branche geglaubt hatte, die extrem hohe Zahl von Netflix-Nominierungen würde den langjährigen Emmy-Favoriten HBO diesmal aus dem Feld schlagen, sah sich getäuscht. HBO verließ die Preisverleihung – die aufgrund der Coronakrise virtuell stattfand – mit insgesamt 30 Auszeichnungen, vor allem für die Miniserie „Watchmen“, die allein elf Preise kassierte. Den Preis für die beste dramatische Serie erhielt „Succession“, ebenfalls von HBO, und den Emmy für die beste Komödienserie ging an „Schitt’s Creek“ von Pop TV, einem Network der Viacom/CBS-Gruppe.

23.09.2020 – Ev/MK

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