Österreich: Gerhard Weis zum neuen Generalintendanten des ORF gewählt

17.07.1998 •

Gerhard Weis wurde vom Kuratorium des Österreichischen Rundfunks (ORF) am 6. Juli mit 28 Ja-Stimmen bei fünf Gegenstimmen und zwei Enthaltungen zum neuen ORF-Generalintendanten gewählt. Die Wahl gilt für eine vierjährige Amtsperiode, die am 11. Oktober 1998 beginnt. Weis, bisher Generalsekretär und Hörfunkintendant des ORF, löst Gerhard Zeiler ab, der zum 1. November die Nachfolge von Helmut Thoma als Geschäftsführer von RTL Television in Köln antritt. Die Wahl von Weis am 6. Juli kam im ersten Wahlgang zustande, nachdem Mitbewerber Peter Radel, Kaufmännischer Direktor des ORF, seine Kandidatur zurückgezogen hatte. Vorausgegangen waren am 15. Juni fünf Wahlgänge, in denen keiner der beiden Kandidaten die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit des 35-köpfigen Kuratoriums erhalten hatte.

Seine berufliche Laufbahn startete Gerhard Weis, geb. am 1.10.1938 in Wien, im Jahr 1958 als Zeitungsjournalist. Im August 1967 wechselte er zum ORF. Bei dem öffentlich-rechtlichen Sender war er zunächst innenpolitischer Redakteur und später Ressortleiter ‘Innenpolitik’. 1973 übernahm er die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit, 1974 wurde er Intendant für das erste Fernsehprogramm. Ab 1979 leitete er die Abteilung ‘Öffentlichkeitsarbeit, Koordination und Unternehmensplanung’ in der Generalintendanz, danach die zentrale Chefredaktion. Im März 1992 wurde Weis Intendant des ORF-Landesstudios Wien, seit 27. Oktober 1994 ist er ORF-Hörfunkintendant und seit dem 6. Februar 1997 auch ORF-Generalsekretär.

• Text aus Heft Nr. 29/1998 der Funkkorrespondenz (heute: Medienkorrespondenz)

17.07.1998 – FK