Medienkonsum und Schlafverhalten

16.05.2021 •

«Ein weiterer Tipp von Schlafforscher Alfred Wiater: „Medien Sie übermäßigen Medienkonsum.“ Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie verliert man sich schnell in immer neuen Nachrichten, die beunruhigen und Sorgen verstärken. Für den Schlaf ist der Effekt fatal. Wer abends noch Nachrichten lesen möchte, sollte daher nur gezielt nach ihnen suchen.

Übermäßiger Medienkonsum am Abend beeinflusst zudem das Schlafverhalten auch auf eine andere Weise: Denn Licht, das von Handydisplays, Fernsehern und anderen Bildschirmen ausgeht, kann ebenfalls den Schlaf stören. Da es einen hohen Blauanteil enthält, steht es in Verdacht, das Schlafhormon Melatonin ähnlich wie Tageslicht abzubauen. Wer darauf nicht verzichten kann, sollte zumindest den Nachtmodus seiner Geräte aktivieren. Diese Funktion wird mittlerweile von vielen Herstellern angeboten. Dabei wird der Blauanteil im Bild verringert, so dass dem Körper das Signal zum Schlafengehen erhalten bleibt.

Medienkonsum kann aber auch das Einschlafen erleichtern – wenn er Teil eines Einschlafrituals ist. Ruhige Filme etwa helfen beim Runterkommen. Noch besser sind Hörspiele und Bücher, so lange sie nicht aufwühlen. Entspannungsübungen wie leichtes Yoga oder Meditation helfen ebenso wie feste Schlafenszeiten.»

Aus einem längeren Artikel im „Tagesspiegel“ vom 14.5.2021 darüber, dass seit Beginn der Corona-Pandemie 60 Prozent der Bevölkerung schlechter schlafen und was man dagegen tun kann.

16.05.2021 – MK

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