Hermann Eicher, der SWR‑Justitiar, um den gebuhlt wurde

02.09.2020 •

«Hermann Eicher ist aber nicht nur ein exzellenter Jurist, er hat auch Rundfunkgeschichte geschrieben. Der gebürtige Koblenzer gilt zu Recht als Vater des Rundfunkbeitrags, die Umstellung vor einigen Jahren ist maßgeblich sein Verdienst. Damit hat er einen wesentlichen Anteil daran, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk auch im digitalen Zeitalter gerecht, angemessen und fair finanziert wird.

Und Hermann verbindet zwei Eigenschaften, die nur selten zusammenkommen. Einerseits ist er ein Gemütsmensch, den eigentlich alle mögen und schätzen. Einer, mit dem man auch Probleme diskutiert, die gar nichts mit Juristerei zu tun haben. Zugleich ist er mit 22 Jahren als Justitiar eine absolute Autorität, an der niemand vorbeikommt. In unseren Geschäftsleitungssitzungen war immer klar: Wenn Du etwas durchbekommen willst, musst Du Hermann auf Deiner Seite haben. Wenn Du ihn gegen Dich hast, vergiss es. So buhlten alle Direktorinnen und Direktoren und natürlich auch der Intendant stets um die Zustimmung des Justitiars. Er war sich dieser starken Rolle bewusst, aber er hat sie nie ausgenutzt.»

SWR-Intendant Kai Gniffke am 31. August 2020 in seinem Blog „Gniffke bloggt“ auf swr.de über Hermann Eicher, der an diesem Tag seinen letzten Arbeitstag beim SWR als dessen Justitiar hatte und dann in den Ruhestand trat

02.09.2020 – MK

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