Haseloff: „Und wir haben fast eine ausschließliche westdeutsche Medienwelt“

06.06.2021 •

In der Wahlsondersendung des ZDF zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. Juni fragte Moderatorin Bettina Schausten kurz vor 19.00 Uhr den Wahlsieger Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt: „Und kann Armin Laschet irgendwas von Ihnen lernen?“ Darauf antwortete

Reiner Haseloff: „Ich glaube, so weit sind wir gar nicht auseinander, was die Integrationsfähigkeit anbelangt und auch das Grundverständnis zu christlich-sozialer Politik und auch zur Arbeitsmarktpolitik und diesen Dingen. Jeder hat seine eigene Spezifik, das ist auch wiederum klar. Er hat gelernt bei mir, dass man auch in Bereiche hineingehen muss, die es in dieser Form so nicht gibt. Er hat ja auch Problembereiche zum Beispiel im [unverständliches Wort] von Nordrhein-Westfalen, die sind aber völlig anders strukturiert als bei uns zum Beispiel die AfD-Hochburgen. Und das muss man einfach zur Kenntnis nehmen und wir müssen auch die Themen besser identifizieren, mit denen man Menschen zurückholen kann in die demokratische Mitte. Und das sind eben Themen, die eben nicht in Talkshows diskutiert werden, die in den Medien in der westdeutschen Medienwelt, und wir haben fast eine ausschließliche westdeutsche Medienwelt, was auch die Standorte auch anbelangt, nicht jetzt der Öffentlich-Rechtlichen, sondern generell, ebent auch sozusagen der Blick auf Deutschland und auch Ostdeutschland, dass man ebent sich auch mehr Mühe geben muss, in die Köpfe dieser Menschen reinzukommen, damit wir ’ne Chance haben, sie wieder für die Demokratie zu gewinnen.“

06.06.2021 – MK

„Themen, die eben nicht in Talkshows diskutiert werden“: Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff

Foto: Screenshot


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