Google & Co. sollen statt nur einen „14 Player lobbyieren müssen“

14.12.2019 •

Cornelia Holsten, 49, ist Direktorin der Bremischen Landesmedienanstalt (Brema) und für den Zeitraum 2018/2019 Vorsitzende der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM). In einem Interview mit „epd medien (veröffentlicht in Heft Nr. 48/19) wurde Holsten gefragt, ob es für den Bereich der Medienaufsicht eine gute Idee wäre, die 14 deutschen Landesmedienanstalten, wie immer mal wieder gefordert, von einer bundesweiten Medienanstalt der Länder abzulösen. Die Antwort der DLM-Vorsitzenden:

«Als ich 2009 Brema-Direktorin wurde, war diese Forderung schon im Raum – vor zehn Jahren also. Meine These ist, dass sie in zehn Jahren auch noch existiert, weil sich nichts so gut hält wie Vorurteile gegenüber Aufsichtsbehörden. In einer Welt, die so stark von Eitelkeiten geprägt ist, wie es im Mediengeschäft der Fall ist, kann ich das sogar nachvollziehen. Das Entscheidende ist aber das Argument in der Sache: Wenn es darum geht, die großen Player zu regulieren, Google, Amazon und Facebook, dann möchte ich nicht, dass die in Zukunft nur noch einen Player lobbyieren müssen. Ich möchte, dass sie weiterhin 14 Player lobbyieren müssen, damit sie nicht so einfach ihre Unternehmensinteressen durchsetzen können.»

14.12.2019 – MK

Print-Ausgabe 6-7/2020

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