Fernsehen, wie Gottschalk es mag

05.10.2019 •

«Fernsehen war ja mal – also zumindest das Fernsehen, das ich gemacht hab – völlig unberechenbar. Und es wird ja immer berechenbarer, indem es Autoren gibt, indem es geprobt wird. Für mich ist jede Form von geprobtem Spaß schon der halbe Spaß. Es muss einfach…, es passiert ja auch immer irgendetwas. Gott sei Dank hatte ich natürlich auch Sendungen, in die Verrückte gekommen sind, die irgendetwas gemacht haben, was die Welt nicht gebraucht hat. Und das zu kommentieren, macht natürlich mehr Spaß, als beispielsweise politisches Tagesgeschehen. Dazu tauge ich überhaupt nicht. Also, je konkreter und je seriöser etwas wird, desto verlorener bin ich. Das Unsinnige mit dem Sinnlosen zu verbinden, war immer meine Hauptaufgabe.»

TV-Moderator und -Entertainer Thomas Gottschalk am 13. September 2019 in der im Dritten Programm NDR Fernsehen ausgestrahlten Ausgabe der „NDR-Talkshow“ (22.00 bis 0.15 Uhr)

05.10.2019