Etwas ZDF-Historie in „Ku’damm 59“

20.03.2018 • In dem am 19. März ausgestrahlten zweiten Teil des dreiteiligen Fernsehfilms „Ku’damm 59“ (20.15 bis 21.45 Uhr) geht es auch kurz um die Historie des ZDF. In einer Szene läuft im Hintergrund in einem Schwarzweiß-Fernseher eine Sendung, in der über die Photokina (womöglich des Jahres 1959) berichtet wird. In Wort und Bild gibt es diese Passage:

Reporter: ...nenten Besucher trafen wir in Köln: Bundesinnenminister Schröder. Wir ließen uns die Gelegenheit nicht entgehen und baten ihn um eine Stellungnahme zu einem höchst aktuellen Thema.

Schröder: Ich stehe unter dem Eindruck der Besichtigung der Photokina. Wenn wir hier neueste Technik sehen, dann werden wir uns gleichzeitig daran erinnern, dass in weiten Teilen unserer Bevölkerung die Frage der Zukunft von Rundfunk und Fernsehen lebhaft diskutiert wird. Es ist der Wunsch sehr stark nach einem Zweiten Programm vor allem auf dem Gebiet des Fernsehens. Wir haben nun aber nicht vor, wie doch gelegentlich fälschlich angenommen wird, einen sogenannten St...

Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) strebte seinerzeit die Gründung eines neuen Fernsehprogramms an, als Konkurrenz zum Ersten Deutschen Fernsehen der ARD. Am 25. Juli 1960 ließ er deshalb die privatrechtliche Deutschland-Fernsehen GmbH gründen. Daraufhin riefen SPD-geführte Bundesländer das Bundesverfassungsgericht an, das mit Urteil vom 28. Februar 1961 (1. Rundfunkurteil) Adenauers Pläne für ein quasi staatsgelenktes Fernsehprogramm als nicht rechtmäßig erklärte. Als Folge dessen wurde dann 1962 das öffentlich-rechtliche ZDF gegründet, das Zweite Deutsche Fernsehen. Gerhard Schröder (CDU) war von 1953 bis 1961 Bundesinnenminister.

20.03.2018 – MK

Print-Ausgabe 13/2018

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