Ein Kernproblem des Radios

31.01.2020 •

«Das Radio «hat in meinen Augen ein Kernproblem: Es unterfordert seine Hörerinnen und Hörer chronisch. Am deutlichsten merkt man das bei der Musik. […] Ich liebe Popmusik aus allen Jahrzehnten! Nehmen wir mal eine richtig gute Popband wie Madness. Was hört man von denen in deutschen Radioprogrammen? „Our House“. „Our House“, „Our House“, „Our House“ und „Our House“. Die hatten 20 Single-Hits, fantastische Songs dabei. Aber man hört immer nur einen. Und so geht mir das mit allen älteren Songs im Radio. Alles, was früher mal gut, erfolgreich und radiotauglich war, ist längst kaputtgespielt. „Our House“ ist ein fantastischer Popsong, aber er ist mausetot. Und die aktuellen Radioformate haben somit eine ganze Menge auf dem Gewissen: Die Musik, die Wortbeiträge, die Seele und den Geist.»

Der Fernseh- und Radiomoderator Arnd Zeigler im Januar bei Facebook. Zeigler machte sich diese Gedanken zum Radio anlässlich einer Programmreform bei der Radio-Bremen-Hörfunkwelle Bremen Vier. Dort läuft seit elf Jahren seine Sendung „Zeiglers wunderbare Welt des Pop“, die nun im Zuge der Reform ins Programm Bremen Zwei verlegt wird (ab März), weil sie nach Meinung der Programmverantwortlichen in das neue Konzept von Bremen Vier nicht mehr hineinpasst.

31.01.2020 – MK

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