Die Untertitel im öffentlich-rechtlichen Fernsehen

22.10.2019 •

Julia Probst, gehörlose Bloggerin und Lippenleserin, in einem Interview mit der „Augsburger Allgemeinen“ (Ausgabe vom 30.9.2019):

«Beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk, für den Behinderte seit 2013 auch Rundfunkgebühren bezahlen müssen, ist zwar durch die Beitragszahlung die Untertitelquote erheblich gestiegen, was ich auch sehr begrüße. Aber die Qualität der Untertitel lässt leider häufig zu wünschen übrig. Viele Inhalte werden nur verkürzt oder vereinfacht wiedergegeben. Fragt man nach, werden oft technische Gründe vorgeschoben. Bei US-Sendern oder bei der BBC beispielsweise funktioniert es aber deutlich besser als bei uns. In Deutschland werden Untertitel in einem Block eingeblendet, in den USA erscheinen sie fortlaufend. Da sieht es so aus, als würden sie mit einer Tastatur ins Bild geschrieben. Diese Qualität würde ich mir in Deutschland auch wünschen.»

22.10.2019 – MK