Die Dritten Programme der ARD als lineare Mediathek

26.07.2020 •

«Für völlig unstreitig halte ich die eigenständigen regionalen Sendestrecken in den Dritten Programmen. Wenn man in die Programmzeitschriften schaut, sieht man aber, dass in den Randzeiten, also etwa am Vormittag, bis in den frühen Nachmittag, fast überall das mehr oder minder gleiche Programm läuft. Da kann man in sieben Programmen Folgen von „Wer weiß den sowas?“ oder von „In aller Freundschaft“ sehen. Das kann man nur noch als „lineare Mediathek“ bezeichnen, die so ganz sicher nicht zeitgemäß ist. Auch das Argument geringer Kosten macht es nicht besser.»

Hermann Eicher, scheidender Justitiar des Südwestrundfunks (SWR), in einem Interview mit „epd medien“ (Ausgabe Nr. 28/20) auf die Frage, ob er es für sinnvoll halte, „dass jede der sieben großen ARD-Anstalten 24 Stunden am Tag ein eigenes Drittes Programm macht“. Eicher geht nach 31 Jahren beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk am 31. August in den Ruhestand (vgl. hierzu auch diese MK-Meldung).

26.07.2020 – MK

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