Angriffe auf Journalisten, Shitstorms und Beleidigungen

21.01.2021 •

«Es gibt sehr viele Versuche, die freie Berichterstattung zu verhindern. Angriffe auf Journalisten nehmen massiv zu. Die Pressefreiheit wird in vielen Ländern immer stärker eingeschränkt. Zum Beispielin Belarus, wo es uns in den vergangenen Monaten unter stark erschwerten Bedingungen gelungen ist, ein unabhängiges Bild von der Lage vor Ort zu liefern. Auch in Deutschland mussten wir für unsere Kolleginnen und Kollegen besondere Schutzmaßnahmen ergreifen, damit sie von den Anti-Corona-Demonstrationen berichten konnten, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Diese Entwicklung macht mir Sorgen. Ein anderes Thema sind Shitstorms und persönliche Beleidigungen. Da müssen wir deutlich machen, dass wir uns nicht einschüchtern lassen und unseren Kolleginnen und Kollegen Unterstützung bieten. Für unser Publikum ist es wichtig zu wissen, dass die DW für freie, unabhängige und vielfältige Berichterstattungsteht – ohne Wenn und Aber.»

Manuela Kasper-Claridge, Chefredakteurin des Auslandsrundfunks Deutsche Welle (DW), in einem Interview mit der DW-Hauszeitschrift „Weltzeit“ (Nr. 3/20), auf die Frage, wo sie „die größten Herausforderungen für den Journalismus“ sehe.

21.01.2021 – MK

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