An der Quote bemessen

23.01.2021 •

«Mittlerweile bewegen wir uns in einem weitgehend formatierten Fernsehprogramm, in dem es sehr wenig Möglichkeiten gibt, Grenzen zu sprengen. Sei es in der Länge, in der Finanzierung oder in den Genres. Fast jeder Sendeplatz ist mit einem Profil versehen, das sich noch dazu zunehmend verengt, nämlich durch die Nachsteuerung von Erfolg und Misserfolg. Beides wird aber lediglich an der Quote bemessen. Dadurch verengen sich die Möglichkeiten, andere Formen zu erproben, andere Fragen zu stellen, andere Zugriffe auf die Realität zuzulassen oder auch ästhetisch etwas auszuprobieren.»

Barbara Buhl, von 2009 bis 2018 Leiterin der WDR-Redaktion ‘Fernsehfilm und Kino’, in einem längeren Interview mit der „Zeit“ (Ausgabe vom 21. Januar 2021; das Interview führte Katja Nicodemus)

23.01.2021 – MK

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