À la WDR: „Weichspülen“ des Kulturauftrags

13.03.2021 •

«In der Debatte um die Kulturwelle WDR 3 hat der ehemalige Innenminister Gerhart Baum (FDP) vor einem „Weichspülen“ des Kulturauftrags der öffentlich-rechtlichen Sender gewarnt. Beim WDR sei von einem „neuen, erweiterten, emphatischen Kulturbegriff“ die Rede, sagte Baum dem epd: „Es wird versucht, Hörer zu binden, indem man die Qualität senkt. Das ist hochgefährlich.“ Kern einer Kulturwelle seien die Fachredakteure und die Moderatoren, die etwas von dem Thema verstehen und ein „kulturelles Ethos verkörpern“, sagte Baum: „Man kann einen Kultursender nicht den Prinzipien der Marktforschung unterwerfen.“ Die Kulturszene sei irritiert. „Es wird nicht mehr gefragt: Was ist wichtig? Sondern: Was wollen die Hörer gerne hören? Die unruhigen Zeiten fordern mehr Orientierung und stärkere Vermittlung von Meinungs- und Urteilsfähigkeit. Kultur leistet dazu einen unverzichtbaren Beitrag.“»

Aus einem Artikel von „epd medien“ (Ausgabe Nr. 10/2021 vom 12. März)

13.03.2021 – MK

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