Thomas Fuchs bleibt bis 2023 Direktor der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein

03.08.2017 • Thomas Fuchs ist als Direktor der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein (MA-HSH) bestätigt worden. Der Medienrat der MA-HSH wählte in seiner Sitzung am 12. Juli Fuchs für eine weitere fünfjährige Amtsperiode wieder. Der Jurist ist seit dem 15. Januar 2008 Direktor der in Norderstedt ansässigen Medienaufsichtsbehörde. Im Januar 2012 war er zum ersten Mal wiedergewählt worden. Die neue Amtsperiode – es ist dann die dritte von Thomas Fuchs – beginnt am 15. Januar 2018 und endet am 14. Januar 2023. Ein halbes Jahr vor Auslaufen seines aktuellen Vertrags wurde der amtierende MA-HSH-Direktor nun vom Medienrat wiedergewählt. Fuchs wurde von dem 14-köpfigen Gremium in geheimer Wahl einstimmig bestätigt, wie die Medienanstalt am 13. Juli mittelte.

Fuchs, 52, war der einzige Kandidat für das Direktorenamt bei der MA-HSH, nachdem der Medienrat in seiner Juni-Sitzung beschlossen hatte, die Stelle des MA-HSH-Direktors nicht auszuschreiben. Der Medienstaatsvertrag zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein enthält keine Vorgabe, die Direktorenposition öffentlich auszuschreiben. Die Wiederwahl von Fuchs beschloss der Medienrat nun in der letzten Sitzung seiner derzeitigen Amtsperiode, die am 11. September ausläuft. Am 13. September findet die konstituierende Sitzung des Gremiums für die neue fünfjährige Amtsperiode statt; ab diesem Zeitpunkt hat der Medienrat dann eine veränderte personelle Zusammensetzung. Dem Gremium werden künftig neun neue Mitglieder angehören.

Thomas Fuchs, geb. am 23.7.1965, studierte Jura, Europäisches Recht und Philosophie in Hamburg und Brüssel. Während seiner Referendarzeit in Bremen absolvierte er ein Master-Studium am dortigen Zentrum für Europäische Rechtspolitik. Nach dem zweiten Staatsexamen und einer freiberuflichen Tätigkeit als Rechtsanwalt trat Fuchs in den Staatsdienst der Freien und Hansestadt Hamburg ein. Dort arbeitete er unter anderem von 1999 bis 2001 als persönlicher Referent von Wirtschaftssenator Thomas Mirow (SPD). Anschließend leitete Fuchs die Präsidialabteilung der Senatsbehörde für Wissenschaft und Forschung und verantwortete dort unter anderem die Gründungen des Mediencampus Finkenau und der Hamburg Media School (HMS). Im Jahr 2004 wurde er in der Kulturbehörde Chef der Abteilung ‘Theater, Musik und Bibliotheken’.

Ende Oktober 2007 erfolgte die Wahl von Thomas Fuchs, Sohn der früheren SPD-Bundespolitikerin Anke Fuchs und des ehemaligen Bremer SPD-Staatsrats Andreas Fuchs, zum neuen Direktor der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein; dieses Amt trat er dann am 15. Januar 2008 an. Als Chef der MA-HSH gehört Fuchs auch der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM) und der Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) an. Zur Vorbereitung der DLM- und ZAK-Sitzungen gibt es drei Fachausschüsse. Fuchs ist seit Januar 2014 Koordinator des Fachausschusses ‘Netze, Technik, Konvergenz’. Außerdem ist Thomas Fuchs seit April 2017 Mitglied der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM); zuvor gehörte er ab 2013 der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) an.

03.08.2017 – vn/MK

Print-Ausgabe 24/2017

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