Ute Brüssel, Alex Mänz, Ines Pohl //
Deutsche Welle

Ute Brüssel, 56, leitet bei der Deutschen Welle (DW) seit dem 1. Februar 2017 den Bereich ‘Medienpolitik und Public Affairs’. Sie hat die Position von Alex Mänz übernommen, der seit Februar als Redakteur in der DW-Chefredaktion arbeitet. Mänz, 52, war bei der Deutschen Welle ab September 2014 für die medienpolitischen Belange zuständig; zuvor war der studierte Politologe ab April 1995 journalistisch für die Auslandsrundfunkanstalt tätig gewesen.

Chefredakteurin der Deutschen Welle ist seit dem 1. März Ines Pohl, die frühere Chefredakteurin der linksalternativen Tageszeitung „taz“ (Berlin). Pohl, 49, war im Herbst 2015 zur Deutschen Welle gekommen und arbeitete seitdem in deren Studio in Washington als Korrespondentin. Mitte 2016 hatte die Sendeanstalt die Berufung von Pohl zur neuen Chefredakteurin bekanntgegeben (vgl. MK-Meldung). Auf der Chefredakteursposition folgte Ines Pohl nun Alexander Kudascheff nach, der Ende Februar im Alter von 65 Jahren in den Ruhestand trat.

Ute Brüssel, geb. am 29.6.1960 in Bonn, arbeitete zuletzt von Januar 2004 bis August 2016 für den Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), zunächst als Pressesprecherin, ab Februar 2012 als Leiterin des Kommunikationsbereichs. Der DIHK mit Sitz in Berlin ist die Dachorganisation der 79 deutschen Industrie- und Handelskammern. Von 2008 bis Ende November 2016 gehörte Brüssel dem Rundfunkrat der Deutschen Welle an und war damit für die Kontrolle der Sendeanstalt mit zuständig. In dem 17-köpfigen Gremium war Brüssel vom DIHK im Einvernehmen mit der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) entsandt worden. Sie leitete den Programmausschuss des DW-Rundfunkrats. Seit dem Ausscheiden von Ute Brüssel aus dem Rundfunkrat ist der vom DIHK und von der BDA gemeinsam zu besetzende Platz vakant.

Bevor Ute Brüssel Anfang 2004 zum DIHK ging, arbeitete sie als Journalistin. Sie war politische Korrespondentin im Hauptstadtbüro der „Bild“-Zeitung sowie zuvor Korrespondentin und Leiterin des Bonner Büros der „Hamburger Morgenpost“. Brüssel hat in Bonn Wirtschaftsgeografie, Verkehrspolitik sowie Städtebau- und Siedlungswesen studiert. Ihr Studium hatte sie im Jahr 1985 mit dem Diplom abgeschlossen.

08.03.2017 – MK

Print-Ausgabe 8/2017

Inhalt

Abonnement

Jetzt abonnieren