Thomas Schiller, Karsten Frerichs,
Jens Büttner, Bert Wegener // epd

26.07.2017 • Thomas Schiller, 54, hat seine Position als Chefredakteur des Evangelischen Pressedienstes (epd) in Frankfurt am Main Ende Juni aufgegeben, um am 1. August die Leitung der Kommunikation bei der Diakonie Deutschland zu übernehmen. Das gab das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) als Träger der epd-Zentralredaktion am 14. Juni bekannt. Bei der Diakonie Deutschland in Berlin tritt Schiller die Nachfolge an von Andreas Wagner, der innerhalb der Organisation wechselt und eine Projektstelle beim evangelischen Hilfswerk ‘Brot für die Welt’ übernimmt.

Thomas Schiller leitete die epd-Zentralredaktion, den größten Geschäftsbereich des GEP, ab 1999. Daneben verantwortete er ab 2009 als Publizistischer Vorstand die Arbeit der Evangelischen Journalistenschule in Berlin. In Berlin übernahm er 2011 auch die Chefredaktion des epd-Landesdienstes Ost und die Geschäftsführung des Evangelischen Presseverbandes Ost, der den Landesdienst trägt. GEP-Direktor Jörg Bollmann würdigte Schiller als herausragenden Leistungsträger. Der scheidende Chefredakteur habe den epd „über Jahre hinweg erfolgreich durch die Zeiten der digitalen Veränderungen gebracht, das Profil geschärft und die Kundenzahl kontinuierlich auf Rekordhöhe gesteigert“.

Wie das GEP weiter mitteilte, übernehmen bei der Nachrichtenagentur zunächst bis Ende des Jahres 2017 der stellvertretende epd-Chefredakteur Karsten Frerichs die Chefredaktion für die Zentralredaktion, der stellvertretende Chefredakteur des epd-Ost, Jens Büttner, die journalistische Leitung des epd Ost und der Kaufmännische Leiter des GEP, Bert Wegener, die Geschäftsführung des Evangelischen Presseverbandes Ost. Der epd ist eine unabhängig arbeitende Nachrichtenagentur, die von der evangelischen Kirche getragen wird. Die epd-Zentralredaktion hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Zu den Publikationen, die dort veröffentlicht werden, zählt unter anderem das Fachblatt „epd medien“.

Thomas Schiller, geb. am 12.7.1963, hatte nach Abitur und Zivildienst beim Diakonischen Werk in seiner Heimatstadt Dortmund Journalistik und Geschichte studiert. Im Rahmen seines Studiums absolvierte er ein Redaktionsvolontariat bei der Tageszeitung „Westfälische Rundschau“ in Dortmund. Im Jahr 1990 beendete er sein Studium mit einer Diplom-Arbeit zum Thema „Zeitungen für «Fremdarbeiter» im Zweiten Weltkrieg. Der «Ausländereinsatz» in Deutschland und seine Presse. Historische Entwicklung, Funktionsanalyse und Bibliographie“. Von 1990 bis 1999 war Schiller für die Deutsche Presse-Agentur (dpa) in Erfurt, München und Paris tätig, bevor er ab 1999 rund 18 Jahre lang Chefredakteur des epd war. Im Jahr 1996 promovierte Schiller an der Universität Dortmund mit einer Arbeit zum Thema „NS-Propaganda für den «Arbeitseinsatz». Lagerzeitungen für Fremdarbeiter im Zweiten Weltkrieg: Entstehung, Funktion, Rezeption und Bibliographie“.

26.07.2017 – MK

Print-Ausgabe 20/2017

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