Theo Koll // ZDF

Theo Koll, 59, Leiter des ZDF-Auslandsstudios Paris, erhält den diesjährigen Hildegard-von-Bingen-Preis für Publizistik. Überreicht wird ihm die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung am 1. Oktober 2017 in der Akademie Erbacher Hof in Mainz. Das Preiskuratorium würdigt Koll für seinen vorurteilsfreien, gewissenhaften und investigativen Journalismus. Theo Koll kam im Jahr 1990 zum ZDF und war von 1993 bis 2001 Leiter des ZDF-Studios London. Anschließend wurde Koll stellvertretender Leiter des damals neu gestarteten ZDF-Politmagazins „Frontal 21“, das er auch moderierte. Im Jahr 2009 wurde er dann Chef der damaligen ZDF-Hauptredaktion ‘Außenpolitik’. Diese Hauptredaktion wurde im Mai 2010 mit der Hauptredaktion ‘Innen-, Gesellschafts- und Bildungspolitik’ zur neu geschaffenen ZDF-Hauptredaktion ‘Politik und Zeitgeschehen’ fusioniert, deren Leitung Koll in der Folge übernahm. Von 2006 bis 2010 moderierte Koll auch das beim Kulturkanal 3sat ausgestrahlte Theatermagazin „Foyer“.

Der Hildegard-von-Bingen-Preis wird seit dem Jahr 1995 vergeben; ausgelobt wird er von der Landeszahnärztekammer Rheinland-Pfalz. Laut Statut wird mit dem Preis „ein Lebenswerk oder eine große, umfassende publizistische Leistung“ ausgezeichnet. Die Preisträger werden von einem Kuratorium bestimmt. Diesem Gremium gehören ehemalige Preisträger an, darunter die Schriftstellerin Juli Zeh, der Kabarettist Harald Schmidt und die Journalisten Claus Kleber, Gustav Seibt, Maybrit Illner und Antonia Rados. Im vorigen Jahr hatte Ulrich Wilhelm, der Intendant des Bayerischen Rundfunks (BR), den Hildegard-von-Bingen-Preis für Publizistik erhalten (vgl. MK-Meldung).

06.06.2017 – MK