Teodor Currentzis // SWR‑Symphonieorchester 

Teodor Currentzis, 45, wird mit Beginn der Spielzeit 2018/19 der erste Chefdirigent des neuen Symphonieorchesters des Südwestrundfunks (SWR), wie der öffentlich-rechtliche Sender im April bekanntgab. Currentzis ist seit 2011 Musikdirektor des Opern- und Balletttheaters in der russischen Stadt Perm. Der gebürtige Grieche hat in Athen und Sankt Petersburg Dirigieren studiert. Im sibirischen Nowosibirsk, wo er von 2004 bis 2010 als Chefdirigent tätig war, gründete er das Music-Aeterna-Ensemble und den Music-Aeterna-Chor, mit denen er bis heute global gastiert.

In der Vergangenheit war Teodor Currentzis, geb. am 24.2.1972, Gastdirigent beim früheren SWR-Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg sowie beim früheren Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR. Das neue SWR-Symphonieorchester gibt es seit September 2016. Es entstand aus der Fusion des Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg mit dem Sinfonieorchester Stuttgart. Der Zusammenlegung gingen seinerzeit langwierige Diskussionen voraus, die Fusion, die laut SWR aufgrund von Sparmaßnahmen erfolgte, war höchst umstritten (vgl. dazu diese MK-Meldung). Bis zur jetzigen Berufung von Currentzis zum Chefdirigenten wurde das SWR-Symphonieorchester seit seiner Gründung 2016 von Gastdirigenten geführt.

Der Südwestrundfunk hat seine Aktivitäten auf dem Gebiet der klassischen Musik unter dem Label SWR Classic gebündelt. Hierzu gehören das SWR-Symphonieorchester, das SWR-Vokalensemble, das SWR-Experimentalstudio, die SWR-Big-Band, die Schwetzinger Festspiele, die Donaueschinger Musiktage, das Festival Rhein Vokal und die Deutsche Radiophilharmonie (bei der der SWR mit dem Saarländischen Rundfunk kooperiert). Unter dem Motto „Klangvielfalt erleben“ reicht das Spektrum von Barockmusik bis zur zeitgenössischen Avantgarde.

24.04.2017 – MK

Print-Ausgabe 19/2017

Inhalt

Abonnement

Jetzt abonnieren