Karin Brieden // ZDF

22.08.2017 • Karin Brieden, 58, bleibt weitere fünf Jahre Verwaltungsdirektorin des ZDF. Ihr Vertrag wurde vom ZDF-Verwaltungsrat in dessen Sitzung am 30. Juni in Mainz entsprechend verlängert. Damit stimmte das Gremium dem Personalvorschlag von ZDF-Intendant Thomas Bellut zu. Briedens neue Amtsperiode beginnt am 1. Januar 2019 und läuft dann bis zum 31. Dezember 2023. Seit dem 1. Januar 2014 ist Brieden Verwaltungsdirektorin des ZDF; seit diesem Zeitpunkt ist sie auch sogenannte Abwesenheitsvertreterin von Intendant Bellut. Diese Funktion wird Karin Brieden nun bis zum 14. März 2022 weiterhin innehaben. Am 14. März 2022 läuft die aktuelle fünfjährige Amtsperiode von Thomas Bellut als Intendant aus, so dass die Abwesenheitsvertretung zum jetzigen Zeitpunkt maximal bis zu diesem Datum verlängert werden konnte. Die Jahresvergütung von Karin Brieden liegt nach Angaben des ZDF-Verwaltungsrats ab 2019 bei 246.000 Euro brutto (hinzu kommen noch bestimmte Zusatzleistungen).

Die Vertragsverlängerung von Karin Brieden als Verwaltungsdirektorin genehmigte der ZDF-Verwaltungsrat jetzt bereits anderthalb Jahre vor Ablauf ihres aktuellen Fünf-Jahres-Vertrags. Die Zustimmung des Verwaltungsrats erfolgte am 30. Juni in der letzten Sitzung von dessen Amtsperiode. Im Anschluss an diese Sitzung konstituierte sich der ZDF-Verwaltungsrat für die neue fünfjährige Amtszeit, in der dem Gremium nur noch zwölf Mitglieder angehören (vgl. MK-Meldung); zuvor waren es 14 Mitglieder. An der Spitze des ZDF-Verwaltungsrats, dessen neue Amtsperiode offiziell am 1. Juli 2017 begann, steht nun die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD). Sie übernahm den Verwaltungsratsvorsitz von Kurt Beck (SPD), der dieses Amt seit August 1999 innehatte und Ende Juni aus dem Gremium ausgeschieden ist. Beck war von Oktober 1994 bis Januar 2013 rheinland-pfälzischer Regierungschef; ihm folgte dann Malu Dreyer im Ministerpräsidentenamt nach.

Karin Brieden, geb. am 22.10.1958 in Winterberg im Sauerland, studierte Rechtswissenschaften und war nach ihrer zweiten juristischen Staatsprüfung ab 1989 zunächst im öffentlichen Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen tätig. Im März 1992 wechselte die Volljuristin in die rheinland-pfälzische Staatskanzlei nach Mainz, wo sie später stellvertretende Leiterin der Zentralabteilung wurde. Im Juni 1997 ging Karin Brieden als stellvertretende Verwaltungsdirektorin zum Deutschlandradio (die Stelle war dort damals neu geschaffen worden). Bei der Hörfunkanstalt wurde sie später zunächst kommissarisch und dann ab Juli 2002 offiziell Verwaltungsdirektorin. Als Ende März 2007 die Technische Direktion des Deutschlandradios aufgelöst und Teile davon in die Verwaltungsdirektion eingegliedert worden waren, wurde die Direktion zur Verwaltungs- und Betriebsdirektion umbenannt. In der Folge amtierte Brieden als Verwaltungs- und Betriebsdirektorin des Deutschlandradios. Zum 1. Januar 2014 wechselte Brieden dann als Verwaltungsdirektorin zum ZDF, nachdem im September 2013 der ZDF-Verwaltungsrat ihrer Berufung auf diese Position durch Intendant Bellut zugestimmt hatte (vgl. FK-Heft Nr. 39-40/13).

Beim ZDF ist Karin Brieden seit Januar 2014 die erste Frau in der Geschäftsleitung und damit dem obersten Führungsgremium des im Jahr 1963 gegründeten öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders. Die Geschäftsleitung des ZDF besteht seit Anfang April 2017 aus sechs Personen. Infolge der Auflösung der Direktion Europäische Satellitenprogramme zu Ende März war deren Leiter Gottfried Langenstein in den Ruhestand getreten, was dazu führte, dass sich die ZDF-Geschäftsleitung um eine Position verringerte (vgl. MK-Meldung). Neben dem Intendanten gehören der ZDF-Geschäftsleitung seitdem noch fünf Direktoren an (die Direktoren für Programm, Verwaltung und Produktion sowie der Chefredakteur und der Justiziar, die beide als Direktoren eingestuft werden).

22.08.2017 – MK