Jörg Ammon // BR‑Verwaltungsrat

Jörg Ammon, 46, gehört seit dem 2. Februar dem Verwaltungsrat des Bayerischen Rundfunks (BR) in München als neues Mitglied an. Als externer Sachverständiger wurde Ammon an diesem Tag vom BR-Rundfunkrat in dessen Sitzung in den Verwaltungsrat gewählt, und zwar für die Dauer von fünf Jahren. Dem BR-Verwaltungsrat obliegt die Prüfung der wirtschaftlichen Belange des öffentlich-rechtlichen Senders. Ammon, geb. am 28.7.1970, ist studierter Betriebswirt, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer. Seit dem Jahr 2007 ist er Partner und Mitinhaber der ‘Iovos Steuerberater Wirtschaftsprüfer Ammon Prestel Partnerschaftsgesellschaft’, die ihren Sitz in Nürnberg hat.

Durch das am 1. Januar 2017 in Kraft getretene Bayerische Rundfunkgesetz (BayRG), das die Rechtsgrundlage des Bayerischen Rundfunks ist, wurde festgelegt, dass der BR-Verwaltungsrat von bisher sechs auf sieben Mitglieder erweitert wird (vgl. MK 2-3/17). Zwei Mitglieder gehören dem Verwaltungsrat qua Gesetz automatisch an. Dabei handelt es sich um den Präsidenten bzw. die Präsidentin des bayerischen Landtags und den Präsidenten bzw. die Präsidentin des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (BayVGH). Gesetzlich vorgeschrieben ist ferner, dass der Landtagspräsident oder die Landtagspräsidentin den Vorsitz des Verwaltungsrats übernimmt. Präsidentin des Landtags in München ist seit Oktober 2008 die CSU-Abgeordnete Barbara Stamm; seitdem leitet sie auch den BR-Verwaltungsrat.

Die weiteren zuvor vier, nun fünf Mitglieder des Verwaltungsrats sind vom Rundfunkrat zu wählen, ebenfalls jeweils für die Dauer von fünf Jahren. Mit der Gesetzesnovelle wurde außerdem eingeführt, dass künftig mindestens drei der fünf vom Rundfunkrat zu wählenden Verwaltungsratsmitglieder über bestimmte Qualifikationen verfügen sollen. Verwiesen wird im neuen Gesetz dabei auf einen Abschluss als Wirtschaftsprüfer, Kenntnisse bzw. berufliche Erfahrungen im Bereich der Medienwirtschaft sowie die Befähigung zum Richteramt. Die fünfjährigen Amtszeiten der Verwaltungsratsmitglieder, die bereits früher vom Rundfunkrat gewählt wurden, verlaufen nicht alle synchron; sie haben teilweise zu unterschiedlichen Zeitpunkten begonnen und enden beispielsweise im Jahr 2021.

27.03.2017 – MK