Dieter Lau // SWF

Dieter Lau, früherer Direktor des Landesstudios Rheinland-Pfalz beim damaligen Südwestfunk (SWF), ist am 12. Februar im Alter von 81 Jahren gestorben. Peter Boudgoust, Intendant des Südwestrundfunks (SWR) und damit des SWF-Nachfolgesenders, nannte Lau „einen visionären Medienmacher und rundfunkpolitischen Vordenker“. Als Direktor des SWF-Landesstudios Rheinland-Pfalz habe Dieter Lau dem Standort Mainz „eine kräftige Stimme“ gegeben und maßgeblich zum Ausbau der rheinland-pfälzischen Anteile am damaligen Fernsehprogramm beigetragen, so Boudgoust weiter. Dabei sei es Lau wunderbar gelungen, „den Spagat zwischen regionalen Interessen und übergeordneten Zielen auszutarieren“. Für die Fusion von Südwestfunk und Süddeutschem Rundfunk (SDR) zum SWR habe Dieter Lau maßgebliche Vorarbeit geleistet. Im Jahr 1998 war der Südwestrundfunk durch die Zusammenlegung von SWF und SDR entstanden.

Dieter Lau, geboren am 30. Juni 1935 in Eitorf an der Sieg, studierte alte Sprache, Philosophie, Geschichte und Journalistik. Nach seinem Studienabschluss begann er seine berufliche Laufbahn als Zeitungsjournalist, er schrieb unter anderem für die „Süddeutsche Zeitung“, „Die Welt“ und den „Spiegel“. Im Jahr 1974 kam Lau zum Südwestfunk, wo er zunächst als Hörfunk-, später als Fernsehredakteur arbeitete. Er war unter anderem verantwortlich für die im Ersten Programm der ARD ausgestrahlte Fernsehfastnachtssendung „Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht“. Beim SWF, dessen Hauptsitz Baden-Baden war, wechselte Lau später als Programmreferent in die Intendanz. Im Jahr 1981 wurde er Chef der SWF-Hauptabteilung ‘Öffentlichkeitsarbeit und Presse’, bevor der zwei Jahre später Mitgeschäftsführer der SWF-Werbetochter wurde, der Werbung im Südwestfunk GmbH (WiSWF). Am 1. Februar 1984 hatte Dieter Lau als Direktor die Leitung des SWF-Landesstudios Rheinland-Pfalz in Mainz übernommen. Mit dem Start des Südwestrundfunks am 1. Oktober 1998 war Lau in den Ruhestand getreten.

14.02.2017 – MK