Drei Nachnominierungen der Jurys für den Grimme‑Wettbewerb 2017

Im Wettbewerb um den Grimme-Preis 2017 (vgl. MK-Meldung) haben die vier Jurys insgesamt drei Produktionen nachnominiert. Wie das Grimme-Institut in Marl am 31. Januar mitteilte, wurde in der Kategorie „Fiktion“ der Fernsehfilm „Das weiße Kaninchen“ (ARD/SWR) nachträglich nominiert. Der Psychothriller beschäftigt sich mit den Gefahren, denen Kinder und Jugendliche durch sogenanntes Cyber-Grooming im Netz ausgesetzt sind. Das Drehbuch zu „Das weiße Kaninchen“ schrieben Holger Karsten Schmidt und Michael Proehl, Regie führte Florian Schwarz. In der Kategorie „Information und Kultur“ nominierte die Jury den Journalisten und Dokumentarfilmer Ashwin Raman für seine Produktionen „Im Nebel des Krieges – An den Frontlinien zum ‘Islamischen Staat’“ (ARD/SWR) und „An vorderster Front – Kampf gegen den IS“ (ZDF) für die besondere journalistische Leistung. Raman ging für seine beiden Filme allein in die Kriegsgebiete Syriens und des Iraks, um direkt und authentisch von den verworrenen Frontverläufen und vom alltäglichen Leben in und neben dem Kampf zu berichten.

Ebenfalls eine Nachnominierung gab es für das Internet-Format „Bongo Boulevard“ (Funk) in der Kategorie „Kinder und Jugend“. Moderator Marti Fischer sucht in dieser Reihe des neuen Online-Jugendangebots von ARD und ZDF die Begegnung mit Musikerinnen und Musikern fern des PR-Alltags. Vierzehntägig ‘jammt’ er in unkonventioneller Kulisse gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus der Musikszene. Durch die drei Nachnominierungen sind nun insgesamt 84 Produktionen und Einzelleistungen für den renommierten Grimme-Preis nominiert. In der Jury für den Wettbewerb „Unterhaltung“ gab es keine Nachnominierung. Die Preisträger des 53. Grimme-Preises 2017 werden am 8. März (Mittwoch) auf einer Pressekonferenz im Essener Grillo-Theater bekanntgegeben. Die Preise werden am 31. März (Freitag) im Stadttheater von Marl verliehen.

02.02.2017 – da/MK

Print-Ausgabe 8/2017

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