USA: Leonardo DiCaprio und Ron Howard produzieren für National Geographic

Nicht oft tauchen Namen wie Leonardo DiCaprio und Ron Howard in der Produktionsliste des Kabelnetworks National Geographic auf. Doch derzeit gehören diese prominenten Namen zu den Aushängeschildern, mit denen das Unternehmen seine Absicht kundtut, in Zukunft noch mehr abendfüllende Dokumentarfilme herzustellen als bisher.

Ron Howard hat Kinofilme wie „Apollo 13“ und „The Da Vinci Code“ inszeniert; für National Geographic realisiert er jetzt mit „Genius“ einen Film über Albert Einstein. Und der Schauspieler Leonardo DiCaprio („Titanic“, „The Wolf of Wall Street“) produziert für das Network den Dokumentarfilm „Before the Flood“, in dem es um den Klimawechsel geht. Die Filme von DiCaprio und Howard sind nur zwei Beispiele für eine ehrgeizige Ausweitung des Produktionsplans von National Geographic. Zeitgemäße und provokative Filme von den besten Filmemachern will der Sender künftig in großem Stil in Angriff nehmen. Sie sollen unter dem Banner „National Geographic Documentary Films“ erscheinen und sowohl im Kino wie auch Fernsehen gezeigt werden.

Nicht ganz unbescheiden

In einem Gespräch mit dem Brancheblatt „Variety“ bekannte sich National-Geographic-Geschäftsführerin Courteney Monroe jüngst dazu, das das Network jährlich vier Filme dieser Art herstellen wolle, die auch auf Festivals vertreten sein sollen und „hoffentlich Preise gewinnen werden“. Weltraumforschung und Rassenprobleme, die Wasserkrise und die Terrororganisation IS seien weitere Themen, die für die geplanten Produktionen auf der Agenda stünden, sagte Monroe – und fragte nicht ganz unbescheiden: „Wer könnte diese Geschichten besser erzählen als wir?“

Monroe ist sich bewusst, dass sie auf starke Konkurrenz stoßen wird, da Dokumentarfilme dieses Genres in jüngster Zeit an Zahl generell beachtlich zugenommen haben. Doch sie vertraut darauf, viele namhafte Autoren und Produzenten für ihr Unternehmen verpflichten zu können. Höhere Investitionen und „fancy names“, also tolle, hochrangige Namen, sollen in Zukunft bei National Geographic die Regel werden. „Wir erreichen 730 Millionen Menschen rund um die Welt“, sagte Monroe, „das macht Eindruck auf die Filmemacher, die ihre Geschichten auf der größtmöglichen Bühne erzählen wollen.“

18.04.2017 – Ev/MK